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Kooperation lohnt sich: Deutlich spürbare Erfolge bei der Entwicklung des Gründungsgeschehens – Das vielseitige Angebot der Gründungsinitiative war ein gelungenes Zusammenspiel zahlreicher Akteure

(Pressemitteilung 142/2015 vom 24.04.2015)

Marburg-Biedenkopf – Im Landkreis Marburg-Biedenkopf wurden von 2010 bis 2014 zusätzliche Mittel für die Förderung zur Existenzgründung investiert. Mittel die sich ausgezahlt haben, wie sich nun mit Abschluss des Projektes zeigt.


Das Projekt „Gründungsinitiative des Landkreises Marburg-Biedenkopf“ ist ausgelaufen. Fünf Jahre lang hatte der Landkreis durch seine Stabsstelle Wirtschaftsförderung verstärkt Existenzgründerinnen und Gründer bei dem Aufbau ihrer Unternehmen unterstützt. „Das vielseitige Angebot der Gründungsinitiative war ein gelungenes Zusammenspiel zahlreicher Akteure, die sich mit Engagement aber auch zusätzlichen Mitteln einbrachten“, betont Marian Zachow, der Wirtschaftsdezernent des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Im Rahmen der Gründungsinitiative wurde unter anderem eine Vielzahl von Veranstaltungen für Existenzgründende durchgeführt. Fachkompetente Referenten erbrachten wichtige Impulse zum Management neu gegründeter Unternehmen. Insgesamt konnten weit über 1.000 Existenzgründerinnen und Existenzgründer allein von diesem Angebot profitieren. Auch die NOWA Veranstaltungen hatten während der Förderperiode eine starke Ausrichtung auf die Gründungsthematik und wurden von rund 2.500 Teilnehmenden besucht.


Erfreulicherweise lag der Anteil der Frauen bei den Existenzgründertreffen sowie bei den zahlreichen Workshops bei über 50 Prozent Frauen. Möglicherweise dienten auch diese Angebote dazu, den Gesamtanteil von Frauen an den Gründenden regional positiv zu entwickeln. Laut der Angaben des statistischen Landesamtes lag der Anteil von Frauen, die im Jahr 2013 im Landkreis Marburg-Biedenkopf neu gegründet haben, bei 48,9 Prozent. Vergleichbar waren es in Gießen lediglich 31,8 Prozent. Damit liegt der Landkreis Marburg-Biedenkopf in Hessen an der Spitze, gefolgt vom Hochtaunuskreis mit 34,2 Prozent anteiligen Gründerinnen und stellt damit auch bundesweit eine Spitzenposition dar.


„Beachtlich ist zudem der Anteil der Neugründungen von Gewerbetreibenden mit nichtdeutscher Staatsangehörigkeit im Landkreis Marburg-Biedenkopf. 2013 lag dieser bei 45,9 Prozent. Damit liegt der Landkreis hessenweit an dritter Stelle nach den Kreisen Groß-Gerau und Offenbach. Auch das ist ein positives Resultat für die Region und dies in einer Zeit, in der sehr engagiert an einer erfolgreichen Einbindung von Menschen mit Migrationshintergrund gearbeitet wird“, ergänzte Zachow.

Eine positive Entwicklung zeigt sich auch in der Bilanz beim Hessischen Gründerwettbewerb. In der Kategorie der innovativen Existenzgründungen weist der Landkreis kontinuierliche Erfolge auf. Beispiele dafür sind der von Stefan Oberhansl 2010 ausgezeichnete Notfall-Wasserfilter der Firma CleanwaterSystem GmbH, 2012 die Lüftungsanlagen der von Thomas Pelczer neu gegründeten Revocad GmbH sowie in 2014 der 24 Stunden Automatenvertrieb nachhaltiger Produkte der Familie Jung.

Auch wenn der Landkreis in Sachen Gründung auf einem guten Weg ist, wird deutlich, dass die Anstrengungen weiter gehen müssen. Der Leiter der Stabsstelle Wirtschaftsförderung Dr. Frank Hüttemann betont, dass gerade in der Phase nach der Gründung ein erheblicher Unterstützungsbedarf besteht, um eine Geschäftsidee dauerhaft am Markt zu etablieren und der Erste Kreisbeigeordnete verspricht: „Auch wenn die Förderphase Ende letzten Jahres nun ausgelaufen ist, sind wir bemüht, die in den Jahren geschaffene Infrastruktur mit den Treffen der Existenzgründerinnen und Gründer, den Präsentations- und Beratungsmöglichkeiten sowie der NOWA im Wesentlichen aufrecht zu erhalten, denn eine innovative Region braucht starke Instrumente um innovativ zu bleiben“.

Hintergrund:

Die Gründungsinitiative des Landkreises Marburg-Biedenkopf wurde in den Jahren 2010 bis 2014 mit rund 250.000 Euro seitens des Landes Hessen aus den Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Kooperationspartner der Gründungsinitiative waren insbesondere die IHK`s und die Kreishandwerkerschaften, die Agentur für Arbeit, das KreisJobCenter (KJC), die Wirtschaftsförderung der Stadt Marburg, die regionalen Frauenbüros und Unternehmerinnennetzwerke, das Mafex (Marburger Förderzentrum für Existenzgründung) sowie regionale Banken, wobei die Sparkasse Marburg-Biedenkopf das Vorhaben exklusiv unterstützte.

Weitere Informationen: Landkreis Marburg-Biedenkopf / Stabsstelle Wirtschaftsförderung / Dr. Frank Hüttemann, Tel: 06421 405-1225, E-Mail: HuettemannF@marburg-biedenkopf.de

Fünf Jahre lang hatte der Landkreis durch seine Stabsstelle Wirtschaftsförderung verstärkt Existenzgründerinnen und Gründer bei dem Aufbau ihrer Unternehmen unterstützt. Hier Referenten und einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei einer der Veranstaltungen für Existenzgründerinnen und -gründer im Jahr 2014 mit dem Titel "Spitzenleistung gestalten und erhalten".  Foto: Landkreis

Fünf Jahre lang hatte der Landkreis durch seine Stabsstelle Wirtschaftsförderung verstärkt Existenzgründerinnen und Gründer bei dem Aufbau ihrer Unternehmen unterstützt. Hier Referenten und einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei einer der Veranstaltungen für Existenzgründerinnen und -gründer im Jahr 2014 mit dem Titel "Spitzenleistung gestalten und erhalten". 

Foto: Landkreis

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