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Am 9. Juni findet wieder der Museumssonntag im Landkreis statt – Unter dem Motto „Feuer und Flamme“ beteiligen sich 24 Museen in gesamten Landkreis
(Pressemitteilung Nr. 130/2013 vom 18.04.2013)

Marburg-Biedenkopf – Alle zwei Jahre veranstaltet der Landkreis den Museumssonntag, der inzwischen zum fünften Mal nach 2005, 2007, 2009 und 2011 durchgeführt wird. „Wir wollen damit auf die Vielfalt der Museumslandschaft im Landkreis aufmerksam machen und die Museen haben bei uns wirklich viel zu bieten“, sagte Landrat Robert Fischbach bei der Vorstellung des diesjährigen Mottos. Das sei auch eine Förderung der heimischen Museen, die durch diese Aktion gemeinsam beworben werden und auf ihre Besonderheiten aufmerksam machen können.

Aus einer Reihe von Vorschlägen haben sich die Leitungen der Museen und Schausammlungen für das Motto „Feuer und Flamme“ entschieden. Dieses Motto bietet ein großes Spektrum unterschiedlichster Herangehensweisen für die Museen. So zeigen die mitwirkenden Museen neben ihren Ausstellungen auch besondere, zum Motto passende Exponate. Viele bieten auch Schauvorführungen passend zum Motto an. Je ein Vertreter eines Museums aus allen Kreisteilen stellte sein jeweiliges Programm stellvertretend für alle mitwirkenden Museen vor.

So wird beispielsweise in Engelbach das Backhaus angefeuert und ein Schmied zeigt dann seine Fertigkeiten in einer Feldschmiede und wird Messer oder Kleiderhaken schmieden, berichtete Richard Kempe. Auch historische Bügeleisen, die mit heißer Kohle gefüllt wurden, werden gezeigt. Etwas ganz anderes gibt es in der Militärgeschichtlichen Sammlung in Stadtallendorf zu sehen, wie Otmar Henkel berichtete: „Schall und Rauch, Licht und Schatten sowie Feuer und Flamme seien für die Aufklärung von besonderer Bedeutung gewesen. Vorgestellt werden technische Mittel, die zur Lokalisierung weit entfernter Ziele dienten. Hans-Jürgen Vincon vom Museum Schwabendorf erläuterte, dass extra zum Museumssonntag die in das museale Konzept integrierte Schmiede in Schwabendorf eröffnet werde. Die Dorfschmiede werde in Gang gebracht und die Besucher könnten bei dieser Arbeit zuschauen. Die Schmiede liegt direkt am Hugenottenpfad. Zudem bieten die Landfrauen des Dorfes Getränke und Speisen und die örtliche Feuerwehr jeweils Überraschungen gemäß dem Motto „Feuer und Flamme“ an. Günter Krantz vom Naturkundehaus Damm verwies darauf, dass man erst überhaupt keinen Ansatzpunkt für diese Motto fand, dann aber schnell „Feuer und Flamme“ für dieses Motto war und schließlich so vieles zusammentrug, dass als Nebenprodukt daraus auch eine umfangreiche Broschüre mit vielen Beispielen aus Flora und Fauna wurde. Hierbei geht es um das Thema Feuer, also vom Feuersalamander über das Feuerkraut bis hin zum Bombardierkäfer. In anderen Museen steht hier und da die Feuerwehr im Mittelpunkt, über Brandkatastrophen früherer Zeiten berichten Ausstellungen, eine Sammlung alter Lampen bis zurück ins Mittelalter wird gezeigt oder im Fokus steht das Feuerlöschwesen in früheren Jahrhunderten, um nur einige wenige Beispiele zu nennen.

„Mit den Motti wie beim letzten Mal ‚Hand und Fuß’ oder davor ‚Wasser und Brot’ haben wir beste Erfahrungen gemacht. Das zieht sich wie ein roter Faden durch alle mitwirkenden Museen im Landkreis. Wenn im heutigen Sprachgebrauch jemand für etwas ‚Feuer und Flamme’ ist, dann steht das auch immer für großes Engagement und viel Einsatz. Genau das ist es, was wir überall in den Museen des Kreises feststellen", ergänzte der für die Organisation des Museumssonntags verantwortliche Dr. Markus Morr von der Kreisverwaltung.

Am Sonntag, dem 9. Juni ist es für die Besucher einfach, die Museen aufzusuchen, denn in einem Zeitfenster von 13 bis 17 Uhr haben alle Museen und Schausammlungen geöffnet, die an dieser Aktion mitwirken. Manche bieten darüber hinaus auch noch längere Öffnungszeiten an. Da aber unmöglich alle Museen an einem Tag besucht werden können, finden die Leser einer Broschüre zum Museumssonntag zusätzlich zum Programm am 9. Juni allgemeine Informationen zu den mitwirkenden Museen, die auch über diesen Tag hinaus Gültigkeit haben. Die Broschüre wird noch im Mai auch über das Internet unter www.marburg-biedenkopf.de (Ticker) abrufbar sein und später auch in den Museen ausliegen.

Michael Frantz von der Sparkasse Marburg-Biedenkopf, die den Museumssonntag als Hauptsponsor unterstützt, erklärte bei der Vorstellung, dass die Sparkasse Marburg-Biedenkopf gerade wegen der kreisweiten Verteilung der mitwirkenden Museen diese Veranstaltung besonders gerne fördere, weil man damit alle Kreisteile erreiche: „Die kulturelle Vielfalt im Landkreis ist der Sparkasse wichtig und wird auch von uns entsprechend gefördert.“

Landrat Fischbach verwies schließlich auf die Verlosung im Zusammenhang mit dem Museumssonntag hin. Zum Preis von 1 Euro pro Los kann jeder Besucher daran teilnehmen und mit etwas Glück sehr interessante Preise gewinnen. Die Verlosung konnte vor allem Dank der Sparkasse Marburg-Biedenkopf realisiert werden. Die Erlöse gehen wie immer komplett zugunsten der jeweiligen Museen. Landrat Fischbach bedankte sich außerdem bei den Sponsoren und bei allen Mitwirkenden, die mit viel Engagement diesen Museumssonntag des Landkreises durchführen.

Mitwirkende Museen am 9. Juni 2013: Heimatmuseum Amöneburg, Hinterlandmuseum Schloss Biedenkopf, Heimatstube Biedenkopf-Engelbach, Heimatstube Biedenkopf-Kombach, Schartenhof in Biedenkopf-Eckelshausen, Schenkbarsches Haus-Museum in Biedenkopf, Alte Kirche in Dautphetal-Friedensdorf, Dorfmuseum in Ebsdorfergrund-Dreihausen, Regionalmuseum Gladenbach-Weidenhausen e.V., Kleines Dachmuseum in Kirchhain, Heimatmuseum „Zur alten Schmiede“ in Kirchhain-Großseelheim, Ländliches Heimatmuseum in Lahntal-Caldern, Otto-Ubbelohde-Haus in Lahntal-Goßfelden, Naturkundehaus in Lohra-Damm, Museum für Kunst und Kulturgeschichte der Philipps-Universität Marburg, Marburger Haus der Romantik, Heimatmuseum Rauschenberg, Dorfmuseum Daniel-Martin-Haus in Rauschenberg-Schwabendorf, Heimat- und Trachtenstube Mengsberg, Dauerausstellung Junker-Hansen-Turm in Neustadt, Dokumentations- und Informationszentrum/Stadtarchiv in Stadtallendorf, Militärgeschichtliche Sammlung in Stadtallendorf, Archäologisches Freilichtmuseum Marburger Land „Zeiteninsel“ in Weimar-Argenstein, Dorfmuseum Alter Forsthof Oberrosphe in Wetter.

Im Landratsamt wurde das Konzept des diesjährigen Museumssonntags vorgestellt, der am 9. Juni stattfindet (v.l.n.r.): Landrat Robert Fischbach, Michael Frantz (Sparkasse), Hans-Jürgen Vincon (Schwabendorf), Dr. Markus Morr (Presse- und Kulturreferent des Kreises), Günter Krantz (Lohra-Damm), Richard Kempe und Guido Schreiner (beide Engelbach) sowie Otmar Henkel (Militärgeschichtliche Sammlung). Foto: Landkreis
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Im Landratsamt wurde das Konzept des diesjährigen Museumssonntags vorgestellt, der am 9. Juni stattfindet (v.l.n.r.): Landrat Robert Fischbach, Michael Frantz (Sparkasse), Hans-Jürgen Vincon (Schwabendorf), Dr. Markus Morr (Presse- und Kulturreferent des Kreises), Günter Krantz (Lohra-Damm), Richard Kempe und Guido Schreiner (beide Engelbach) sowie Otmar Henkel (Militärgeschichtliche Sammlung). Foto: Landkreis

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