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Ausstellung „Von Menschen und Mäusen“ wurde im Hinterlandmuseum Schloss Biedenkopf eröffnet – Ausgefalle Exponate und interessanter Vortrag von Reinhard Ewert

(Pressemitteilung 123/2016 vom 24.03.2016)

Marburg-Biedenkopf – Am 23. März 2016 fand die Eröffnung des Hinterlandmuseums im Schloss Biedenkopf statt. Reinhard Ewert aus Grünberg stellte seine persönliche Sammlung an Mausefallen zur Verfügung. Doch Falle ist nicht gleich Falle. Im Laufe der Jahrhunderte gab es die unterschiedlichsten Techniken, zum Fangen von Mäusen. Der Ideenreichtum des Menschen, der Maus als Nahrungskonkurrenten mit den unterschiedlichsten Gerätschaften den Garaus zu machen, war und ist unerschöpflich. Mit einem interessant gestalteten Vortrag von Ewert wurde die Ausstellung eröffnet. Er zeigte dabei auf, dass je größer die „Mäuseplage“ war, desto einfallsreicher waren Fallen. Außerdem sind viele Selbstbauten aus den unterschiedlichsten Materialien entstanden, in „armen Zeiten“ waren es auch schon einmal Blechkisten oder Abfallbretter. Kleine essbare Gummimäuse stimmten das Publikum während des Vortrags direkt auf das Thema ein.

Die Ausstellung selbst beleuchtet das Verhältnis zwischen Mensch und Maus facettenreich anhand von Fallen, Texten und Bildern von seinen Anfängen bis heute. Bis zu 160 unterschiedliche historische und zeitgenössische Fallen zeigen, wie der Mensch dem kleinen Nager seit der Jungsteinzeit nach dem Leben trachtet. Während die älteste Falle eine getöpferte Falle aus Tunesien aus dem ersten Jahrtausend vor Christus ist, stellt die Hightech-Falle, die bei Fangerfolg eine SMS verschickt, den vorläufigen Endpunkt der Entwicklung im 21. Jahrhundert dar.

Die Besucher der Eröffnung zeigten durchweg großes Interesse an den skurrilen und ausgefallenen Ausstellungstücken, bei denen Reinhard Ewert vor allem auf eine grundlegende Unterscheidung hinweist: Lebendfallen und Tötungsfallen. Gerade bei der zweiten Form gibt es eine Unzahl an Versionen – vom Zerquetschen oder Erschlagen bis hin zum Ertränken als voll mechanisierte Massenfalle.

Im Jahr 1974 begann er damit, Fallen zu sammeln, erst später jedoch entstand daraus eine Sammel-Leidenschaft geworden ist. Dass auch die Besucher ein bisschen von der Faszination angesteckt wurden, war deutlich zu merken. Immer wieder kam es zu Nachfragen, wie die eine oder andere Falle funktioniere und dass der Sammler dann direkt anhand der Falle die Funktionsweise erklärt hat, sorgte für große Begeisterung.

Die Ausstellung ist dort bis zum 29. Mai 2016 zu sehen.

Allgemeine Öffnungszeiten des Hinterlandmuseums:

Vom 24. März bis 15. November immer dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr. Am Oster- und Pfingstmontag ist das Museum geöffnet. Während der Winterpause (16. November bis 23. März) sind Führungen nach telefonischer Voranmeldung möglich: 06461 924651.

Reinhard Ewert (Bildmitte) im Gespräch mit Gerald Bamberger und Claudia Röhl vom Hinterlandmuseum Schloss Biedenkopf. Foto: Landkreis

Reinhard Ewert (Bildmitte) im Gespräch mit Gerald Bamberger und Claudia Röhl vom Hinterlandmuseum Schloss Biedenkopf.

Foto: Landkreis

Reinhard Ewert (links) erläutert wie eine mit Wasser gefüllte „Massenmausefalle“ funktioniert. Foto: Landkreis

Reinhard Ewert (links) erläutert wie eine mit Wasser gefüllte „Massenmausefalle“ funktioniert.

Foto: Landkreis

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