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Landkreis Marburg-Biedenkopf hat in drei Jahren rund 3,2 Millionen Euro in die Beruflichen Schulen in Kirchhain investiert – Haushaltmittel des Kreises und Geld aus Konjunkturpaket für Modernisierung, Brandschutzmaßnahmen und besseres Lernumfeld

(Pressemitteilung Nr. 121/2011 vom 07.04.2011)
Marburg-Biedenkopf – Rund 3,2 Millionen Euro aus Haushaltsmitteln und aus dem Topf des Sonderinvestitionsprogramms hat der Landkreis Marburg-Biedenkopf in den vergangenen drei Jahren an den Beruflichen Schulen Kirchhain investiert. Die Verbesserung des Brandschutzes, des Lernumfelds sowie Modernisierungs- und Instandsetzungsarbeiten standen dabei auf dem Plan. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurden die Maßnahmen, die aus dem Konjunkturpaket gefördert wurden, am Donnerstag offiziell eingeweiht.

„Die Beruflichen Schulen in Kirchhain gehören mit fast 1.500 Schülerinnen und Schülern sowie 80 hauptamtlichen Lehrkräften zu den zehn größten Schulen des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Deshalb messen wir als Schulträger der Modernisierung und Sanierung dieses Schulstandorts auch große Bedeutung bei“, erklärte Landrat Robert Fischbach. „Das Sonderinvestitionsprogramm hat den Landkreis in die Lage versetzt, notwendige Investitionen an unseren Schulen vorziehen zu können“, ergänzte der Erste Kreisbeigeordnete und Schuldezernent Dr. Karsten McGovern.

Neben Maßnahmen zum Brandschutz und Instandsetzung gab es im Rahmen des Sonderinvestitionsprogramms, auch SIP genannt, ein Programm zur energetischen Sanierung und ein kleineres Programm zur Lernumfeldverbesserung, dass allen Schulen im Landkreis zugute kam. Aus diesem Programm erhielten die Beruflichen Schulen Kirchhain rund 400.00 Euro für die Modernisierung der EDV, für Mobiliar und Lern- und Lehrmittel, wie zum Beispiel einen Roboter oder ein CNC-Programm (computerisierte numerische Steuerung). „Mit der Verbesserung des Lernumfelds haben wir die Rahmenbedingungen für die Schülerinnen und Schüler deutlich verbessert“, stellte Dr. McGovern fest.

An den Beruflichen Schulen Kirchhain kam aus dem Sonderinvestitionsprogramm SIP 1, das Programm zum Brandschutz und Instandsetzung zum Zuge. Die Gebäude 2, 3 und 5 wurden mit der Zielsetzung den vorbeugenden Brandschutz sowie notwendige Instandsetzungen durchzuführen, saniert.

Für die Verbesserung des Brandschutzes wurden die Anforderungen eines optimierten Brandschutzkonzeptes umgesetzt und alle relevanten Gebäudeteile entsprechend brandschutztechnisch saniert sowie alle damit in Verbindung stehenden Arbeiten an Elektro-, Heizungs- und Lüftungsanlage durchgeführt.

17 von 20 beteiligten Firmen kommen aus dem Landkreis

Das Gebäude 2 wurde mit einer Brandmeldeanlage ausgestattet und im Gebäude 5 wurde ein zusätzlicher Rettungsweg geschaffen. In den Gebäuden 2, 3 und 5 wurde zudem eine Sicherheitslichtanlage installiert. Die Instandsetzungsarbeiten beziehen sich im Wesentlichen auf die Erneuerung der Wand-, Decken- und Fußbodenoberflächen in den Klassenräumen und Fluren. Im Gebäude 3 wurden zusätzlich schadhafte Fenster ausgewechselt und am Gebäude 5 mussten Flachdach und Lichtkuppeln abgedichtet werden. Für diese Maßnahmen wurden insgesamt 2.06 Millionen Euro ausgegeben. Der Landrat erinnerte daran, dass das Konjunkturpaket keineswegs nur ein Geldgeschenk sei. „Der Landkreis selbst ist der Finanzierung mit der nicht unbeträchtlichen Summe von rund 1 Million Euro jährlich über einen Zeitraum von 30 Jahren beteiligt.“

„Der Schulbetrieb konnte während der Bauphase ohne größere Beeinträchtigungen fortgeführt werden, da die Bauarbeiten in zwei Bauabschnitten in den Schulferien stattgefunden haben“, sagte Dr. McGovern. Abgesehen von kleineren Restarbeiten wurden die Baumaßnahmen zum Jahresende 2010 abgeschlossen.

„Von den 20 Firmen, die nach der Ausschreibung den Zuschlag erhielten, kommen 17 aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf. Dies zeigt deutlich, dass mit dem Konjunkturprogramm tatsächlich die heimische Wirtschaft in der Krise unterstützt werden konnte“, betonte Landrat Fischbach. Die große Beteiligung heimischer Unternehmen zeige aber auch die Leistungsfähigkeit der lokalen Firmen, die sich in den Ausschreibungen aufgrund der besseren Angebote durchsetzen konnten.

Neben den Investitionen aus dem Konjunkturpaket hat der Landkreis als Schulträger an den Beruflichen Schulen in Kirchhain in den vergangenen drei Jahren aus Haushaltsmitteln des Kreises 755.000 Euro für den Umbau und die Modernisierung des Chemieraums, für den Umbau der Lehrküche, für Umbau und Einrichtung der Cafeteria sowie für die Modernisierung des Eingangsbereichs ausgegeben.

„An einigen Schulen im Landkreis wurden die Maßnahmen zur Verbesserung des Brandschutzes nicht als vordringlich angesehen, da der Nutzen für eine Verbesserung des Unterrichts nicht gesehen wurden“, sagte Landrat Fischbach. Manchmal müssten dann erst Schäden eintreten, um ein Umdenken zu bewirken. „Spätestens seit dem Brand im Schwalmgymnasium in Treysa vor wenigen Wochen sind auch diese kritischen Stimmen verstummt. „Die Brandschutzmaßnahmen sind eine wichtige Investition in die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte“, stellte Landrat Fischbach fest.

  Nach dem offiziellen Teil konnten umgebaute Räumlichkeiten in der Berufsschule Kirchhain angeschaut werden. Die Berufsschüler Ludwig Klingelhöfer (3.v.l.) und Ralf Höck (1.v.r.) erläuterten Erstem Kreisbeigeordneten Dr. Karsten McGovern (1.v.l.), Schulleiter Ingo Herde (2.v.l.), Landrat Robert Fischbach (4.v.l.) und dem Architekten Michael Schneider-Lange (5.v.l.) eine Versuchsanordnung. Foto: Landkreis
Nach dem offiziellen Teil konnten umgebaute Räumlichkeiten in der Berufsschule Kirchhain angeschaut werden. Die Berufsschüler Ludwig Klingelhöfer (3.v.l.) und Ralf Höck (1.v.r.) erläuterten Erstem Kreisbeigeordneten Dr. Karsten McGovern (1.v.l.), Schulleiter Ingo Herde (2.v.l.), Landrat Robert Fischbach (4.v.l.) und dem Architekten Michael Schneider-Lange (5.v.l.) eine Versuchsanordnung.
Foto: Landkreis

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