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Girls’Day - Beteiligte von heute sind die Fachkräfte von morgen – Jetzt anmelden für den 28. April

(Pressemitteilung 121/2016 vom 22.03.2016)

Marburg-Biedenkopf - Der diesjährige Girls‘Day am 28. April 2016 bietet wieder die Möglichkeit, das Berufswahlspektrum junger Mädchen zu erweitern. Noch immer wählt rund jedes zweite Mädchen einen Ausbildungsberuf in den klassischen Dienstleistungsbereichen, wie Kauffrau für Büromanagement, Kauffrau im Einzelhandel oder Fachangestellte im Gesundheitswesen.

Mädchen der 5. bis 10. Klasse haben die Möglichkeit, am Girls‘Day in ihnen unbekannte Berufsfelder hinein zu schnuppern. Betreut wird der Girls‘Day im Landkreis Marburg-Biedenkopf durch das Frauenbüro des Landkreises, beraten und unterstützt von einem Aktionsbündnis. Hier haben sich Multiplikatorinnen und Fachleute aus dem Kreis zusammengeschlossen, die im Bereich der Lebens- und Berufswegplanung von Mädchen tätig sind.

„Der Aktionstag soll bei den Mädchen Impulse wecken, ihre Aufmerksamkeit und ihr Interesse auf Berufe zu lenken, in denen Mädchen bisher nicht so stark vertreten sind, wie zum Beispiel Informatikkauffrau, Ingenieurin oder Elektrotechnikerin“, hob Erster Kreisbeigeordneter Marian Zachow hervor. „Es geht darum, dass die Mädchen sich trauen, klassische Rollenbilder zu überwinden“, so Heidrun Otte-Heiderich, Frauenbeauftragte beim Staatlichen Schulamt Marburg und Dr. Ulf Immelt ergänzte aus DGB-Sicht, dass klassische Männerberufe meist besser bezahlt seien, mehr Aufstiegschancen und auch bessere Möglichkeiten bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf bieten würden.

Im Rahmen einer bundesweiten Auswertung aller befragten Beteiligten des Girls‘Days 2015 wurde festgestellt, dass 40 Prozent der Mädchen gern ein Praktikum oder sogar eine Ausbildung in dem Betrieb und in dem Bereich machen würden, den sie beim Girls‘Day besucht haben. 65 Prozent der Betriebe, die von ehemaligen Girls‘Day-Teilnehmerinnen angefragt wurden, haben diese Mädchen für ein Praktikum oder eine Ausbildung eingestellt. „Also zusätzlich eine gute Möglichkeit, dem durch den demografischen Wandel entstehenden Fachkräftemangel durch die Gewinnung von Mädchen und Frauen effektiv zu begegnen“, sagte Henner Geil von der IHK Kassel-Marburg.

„Der Girls‘Day stellt eine klassische „win-win-Situation“ dar. Zum einen ist er ein Gewinn für jugendliche Mädchen und kann für sie ein ‚Türöffner‘ in ein Unternehmen bedeuten. Auf der anderen Seite liegt aber auch ein Nutzen für das Unternehmen auf der Hand. Hier besteht die hervorragende Möglichkeit, weiblichen Nachwuchs für das Unternehmen zu akquirieren“, resümierte die Landkreisfrauenbeauftragte Claudia Schäfer bei der letzten Sitzung des Aktionsbündnisses angesichts der vorgestellten Zahlen der Evaluation zum letztjährigen Girls‘Day.

Eine besondere Herausforderung bestehe außerdem darin, im Kontext von Migration und Inklusion die Teilhabe zu ermöglichen und die Mädchen dafür zu begeistern. Denn auch dieses sei ein Baustein, um Integration zu fördern, ergänzte Evelyne Rößer vom Fachbereich Familie, Jugend und Soziales des Landkreises Marburg-Biedenkopf, Bereich Regionales Übergangsmanagement.

Gerlinde Breitenstein, Chancenbeauftragte am Arbeitsmarkt bei der Agentur für Arbeit Marburg, betonte aber auch aus ihrer langjährigen Erfahrung heraus, wie wichtig die aktive Unterstützung durch die Eltern für das Vorhaben „Berufswahl“ junger Mädchen sei. „Eltern sind erste Ansprechpartner an dieser Stelle für Kinder“, sagte sie und ruft alle Eltern auf ihren Töchtern ein breites Berufsbild anzubieten.

Weitere, wichtige Informationen zum Girls‘Day finden interessierte Unternehmen, Mädchen, Eltern und Schulen auch auf der Website www.girls-day.de. Unternehmen können ihre Angebote für Mädchen im Bereich der MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) dort eintragen und auf dem Girls’Day - Radar erhalten Mädchen und ihre Eltern einen Überblick über die Angebote im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Auch Praktikumsangebote verschiedener Fachbereiche der Kreisverwaltung Marburg-Biedenkopf sind dort zu finden.

Das Frauenbüro koordiniert auch dieses Jahr wieder den Girls’Day im Landkreis Marburg-Biedenkopf und berät alle Zielgruppen: Unternehmen, Organisationen, Mädchen, Eltern und Schulen gerne unter: Tel.: 06421 405-1311.

Im Landratsamt wurde auf den GirlsDay aufmerksam gemacht: (v.l.n.r.): Friederike Lochmann (Projektkoordinatorin GirlsDay im Frauenbüro), Gerlinde Breitenstein (Chancenbeauftragte am Arbeitsmarkt Agentur für Arbeit Marburg), Evelyne Rößer (Regionales Übergangsmanagement, Landkreis Marburg-Biedenkopf), Claudia Schäfer (Frauenbeauftragte des Landkreises Marburg-Biedenkopf), Dr. Ulf Immelt (DGB-Organisationssekretär), Henner Geil (Leiter des Servicezentrum Marburg, IHK Kassel-Marburg, Heidrun Otte-Heiderich (Frauenbeauftragte Staatliches Schulamt Marburg). Foto: Landkreis

Im Landratsamt wurde auf den GirlsDay aufmerksam gemacht: (v.l.n.r.): Friederike Lochmann (Projektkoordinatorin GirlsDay im Frauenbüro), Gerlinde Breitenstein (Chancenbeauftragte am Arbeitsmarkt Agentur für Arbeit Marburg), Evelyne Rößer (Regionales Übergangsmanagement, Landkreis Marburg-Biedenkopf), Claudia Schäfer (Frauenbeauftragte des Landkreises Marburg-Biedenkopf), Dr. Ulf Immelt (DGB-Organisationssekretär), Henner Geil (Leiter des Servicezentrum Marburg, IHK Kassel-Marburg, Heidrun Otte-Heiderich (Frauenbeauftragte Staatliches Schulamt Marburg).

Foto: Landkreis

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