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Vor zehn Jahren erstes Bürgersonnenkraftwerk auf der kreiseigenen Schule in Halsdorf eröffnet – Landkreis geht bei der Energiegewinnung durch Photovoltaikanlagen mit gutem Beispiel voran und spart damit große Mengen an Kohledioxid ein

(Pressemitteilung 100/2014 vom 17.03.2014)

Marburg-Biedenkopf – Landrätin Kirsten Fründt und Erster Kreisbeigeordneter Dr. Karsten McGovern besuchten die Mittelpunktschule Wohratal in Halsdorf, für die der Landkreis als Schulträger verantwortlich ist. Vor genau zehn Jahren, am 17. März 2003, ermöglichte es der Landkreis, der Sonneninitiative ein erstes Bürgersonnenkraftwerk auf einem Schuldach des Landkreises – in diesem Fall in Halsdorf - zu bauen.

„Als Landkreis nehmen wir eine Vorbildfunktion bei der Nutzung der Photovoltaik ein, denn wir stellen für diese Zwecke Dächer auf kreiseigenen Gebäuden zur Verfügung. Insgesamt sind es inzwischen 60 Solaranlagen an 35 Schulstandorten sowie an zwei Verwaltungsstandorten. Darunter sind fünf Bürgersonnenkraftwerke der Sonneninitiative, die anderen Anlagen werden von privaten Investoren getragen oder sind kleinere Schul-Projektanlagen“, erläuterte Landrätin Kirsten Fründt bei dem Termin in Halsdorf.

„Der Landkreis Marburg-Biedenkopf hat bereits vor zehn Jahren die Zeichen der Zeit erkannt und die Weichen für eine Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen gestellt – also deutlich vor Fukushima und lange, bevor die Energiewende zu einem gesellschaftlichen Thema wurde“, sagte Erster Kreisbeigeordneter Dr. Karsten McGovern, der auch bei dem Termin vor zehn Jahren in Halsdorf dabei war.

Über Bürgersonnenkraftwerke können Bürger direkt einen Beitrag zur Energiewende leisten. Das ist auch eine Form der Bürgerbeteiligung. Gerade vor dem Hintergrund, dass viele Bürgerinnen und Bürger kein geeignetes Dach beim eigenen Haus haben oder etwa zur Miete wohnen, konnten Bürgerinnen und Bürger über den Verein Sonneninitiative e.V. Anteile an einem Bürgersonnenkraftwerk erwerben und damit an den erzielten Erträgen aus der Einspeisung der Sonnenenergie in das Stromnetz partizipieren. Landrätin Fründt und Dr. McGovern bedankten sich bei den Vertretern der Sonneninitiative und den ersten Bürgern, die sich an dem Projekt in Halsdorf beteiligten.

Landrätin Fründt und Dr. McGovern erläuterten bei dem Termin, dass der Landkreis die Nutzung regenerativer Energien voran treibe. Unter anderem eben durch die Nutzung der kreiseigenen Dächer für die Photovoltaik.

Ein schönes Beispiel dafür ist auch das Bürgersonnenkraftwerk auf dem Mitarbeiterparkplatz der Kreisverwaltung, das mit 1.100 Quadratmetern Größe eine der größten Solaranlagen im Landkreis Marburg-Biedenkopf ist. Alleine dieses Solar-Carport liefert zum Beispiel Strom für circa 50 Privathaushalte und spart damit jährlich 113 Tonnen Kohlendioxid ein. Weitere Beispiele sind die Gesamtschule Ebsdorfergrund-Heskem, eine rechnerisch energieautarke Schule durch die Photovoltaikanlagen und die benachbarte Biogasanlage. Die Gesamtleistung nach sieben Bauabschnitten beträgt dort: 364 Kilowatt Peak (kWP), dem entsprechen rund 250.000 kWh/Jahr.

Auf der Alfred-Wegener-Schule in Kirchhain werden 36 kWP (= ca. 30.000 kWh/Jahr) durch Sonnenenergie gewonnen, am Solar-Carport Kreisverwaltung sind es 166 kWP = (ca. 150.000 kWh/Jahr), an der Grundschule in Wohratal-Halsdorf sind es 18 kWP (= ca. 16.000 kWh/Jahr) und an der Mittelpunktschule in Wohratal-Halsdorf sind es immer noch 16 kWP, die ca. 14.000 kWh/Jahr entsprechen. Im Jahr 2012 wurden beispielsweise mehr als 500 Tonnen Kohlendioxid durch die Solaranlagen auf Kreisliegenschaften eingespart.

Umgerechnet bedeutet dies, dass bei einem Durchschnittverbrauch eines Privathaushalts von circa 2.500 kWh/Jahr der auf kreiseigenen Flächen erzeugte Strom für rund 200 Privathaushalte ausreichen würde.

„Es handelt sich also um eine mögliche aktive Bürgerbeteiligung bei der Energiewende, an der die Bürgerinnen und Bürger mitwirken können“, stellte die Landrätin fest und Dr. McGovern ergänzte, dass der Kreis nicht nur mit gutem Beispiel vorangehe, sondern auch zahlreiche weitere Akteure, auch Kommunen, dem Beispiel gefolgt sind und ihrerseits Flächen für Bürgersonnenkraftwerke zur Verfügung gestellt haben.

Auf den Tag genau zehn Jahre nach dem offiziellen Startschuss für das Bürgersonnenkraftwerk an der Mittelpunktschule in Halsdorf trafen sich Akteure der Sonneninitiative, des Kreises, der Gemeinde und der ersten mitwirkenden Bürger wieder vor der Schule, unter anderem mit Landrätin Kirsten Fründt (5.v.l.), Erstem Kreisbeigeordneten Dr. Karsten McGovern (4.v.r.), dem Bürgermeister der Gemeinde Wohratal, Peter Hartmann (2.v.r.), dem Schulleiter, Michael Vaupel, dem Vereinsvorstand der Sonneninitiative e.V., Volker Klös, und Bürger, die sich an dem Projekt beteiligen. Foto: Landkreis

Auf den Tag genau zehn Jahre nach dem offiziellen Startschuss für das Bürgersonnenkraftwerk an der Mittelpunktschule in Halsdorf trafen sich Akteure der Sonneninitiative, des Kreises, der Gemeinde und der ersten mitwirkenden Bürger wieder vor der Schule, unter anderem mit Landrätin Kirsten Fründt (5.v.l.), Erstem Kreisbeigeordneten Dr. Karsten McGovern (4.v.r.), dem Bürgermeister der Gemeinde Wohratal, Peter Hartmann (2.v.r.), dem Schulleiter, Michael Vaupel, dem Vereinsvorstand der Sonneninitiative e.V., Volker Klös, und Bürger, die sich an dem Projekt beteiligen.

Foto: Landkreis

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