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Landesregierung zeichnet Schulbiologiezentrum des Landkreises Marburg-Biedenkopf aus – Feierstunde im Landtag / Einrichtung ist nun „Bildungsträger für nachhaltige Entwicklung“
(Pressemitteilung Nr. 099/2013 vom 27.03.2013)

Marburg-Biedenkopf – Das Schulbiologiezentrum des Landkreises Marburg-Biedenkopf in Biedenkopf ist vom Land Hessen mit dem Zertifikat „Bildungsträger für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet worden. „Mit diesem Zertifikat geben wir Schulen und Kindergärten Hilfestellung und Transparenz bei der Auswahl geeigneter und qualifizierter Bildungspartner und ihrer Angebote“, so Umweltministerin Lucia Puttrich bei der Feierstunde im Hessischen Landtag. Mit festgelegten Qualitätsstandards stelle das Land einen hohen Anspruch für mehr Nachhaltigkeit in Kindergärten und Schulen sicher. Umweltministerin Puttrich übergab die Zertifikate im Beisein von Kultusministerin Nicola Beer und Sozialminister Stefan Grüttner.

Das Schulbiologiezentrum ist an der Lahntalschule Biedenkopf angesiedelt und aufgrund seiner idyllischen Lage in der mittlerweile renaturierten Lahnaue und umgeben von fußläufig zu erreichenden Waldgebieten ein idealer Ort, um Schülergruppen Realerfahrungen in Natur und Landschaft zu ermöglichen. Unterschiedliche Umweltlernorte stehen auf dem Gelände der Lahntalschule Biedenkopf und derer näheren Umgebung zur Verfügung.

Der Erste Kreisbeigeordnete und Schuldezernent des Kreises, Dr. Karsten McGovern, sieht die Auszeichnung durch das Land Hessen als wichtige Bestätigung der Arbeit des Kreises: „Das Zertifikat ist zugleich aber auch Anreiz für uns, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen, um bei Kindern und Jugendlichen Kompetenz, Verständnis und Verantwortungsbewusstsein in Umweltfragen und beim Thema Nachhaltigkeit zu vermitteln.“

Der Landkreis Marburg Biedenkopf finanziert die sachliche und personelle Ausstattung des Schulbiologiezentrums als Ort außerschulischer Umweltpädagogik. Die Gruppen werden durch einen Pädagogen und eine Gärtnerin betreut. Eine Verwaltungsangestellte ergänzt mit zehn Wochenstunden das Team. Das hessische Kultusministerium unterstützt die Einrichtung durch eine Abordnung von vier Lehrerstunden für die pädagogische Leitung der Einrichtung. Ein komplett ausgestatteter Fachraum steht für experimentelles Arbeiten zur Verfügung. Damit sind die Rahmenbedingungen geschaffen, dass Kinder und Jugendliche, forschend und entdeckend ökologische Einsichten erwerben und ein verantwortungsvolles Umweltverhalten entwickeln können.

Hinzu kommt die Beratung und Fortbildung von Lehrkräften. Im Rahmen des hessischen Lehrerbildungsgesetzes sind wir als Anbieter bei dem Hessischen Institut für Qualitätsentwicklung akkreditiert. Unsere umfangreiche Umweltbibliothek (über 3000 Titel) reicht von Bestimmungsbüchern für Tiere und Pflanzen über Gewässeruntersuchungen, Fragen des Energieverbrauchs, Ernährung und Gesundheit, Drogen- und Suchtproblematik bis hin zu globalen Themen. Die Ausleihe von Binokularen und Mikroskopen, Geräten für Luft-, Wasser- und Bodenuntersuchungen ist möglich. Die Einrichtung steht allen an Umweltfragen Interessierten vom Kindergarten- bis zum Erwachsenenalter offen.

Die ersten neun Bildungseinrichtungen und Einzelakteure in Hessen wurden mit dem Zertifikat „Bildungsträger für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet. Die Zertifikate, die an das Schulbiologiezentrum des Landkreises Marburg-Biedenkopf, das Wassererlebnishaus Fuldatal, den Verein Umweltlernen in Frankfurt am Main, das Umweltzentrum Hanau, die Ökologische Hofherberge gGmbH – Schulbauernhof Hutzelberg in Bad Sooden-Allendorf, die Ökumenische Werkstatt Main-Kinzig in Langenselbold, den Anbieter Umweltkommunikation Smolka aus Oberweimar, das Team BNE Bergstraße in Heppenheim und Frau Jennifer Gatzke aus Niederdorfelden gingen, gehören zu einer Qualitätsoffensive, die das Umweltministerium mit dem Kultus- und dem Sozialministerium im vergangenen Jahr gestartet hatte.

Um das Zertifikat zu erhalten, müssen die Antragsteller bestimmte Qualitätskriterien erfüllen sowie nachweisen, dass sie mit ihren Angeboten die primären Zielgruppen Schule und Vorschule erreichen und dabei die zu Grunde liegenden Bildungsstandards berücksichtigen. So haben sich im vergangenen Jahr neun Einrichtungen, darunter auch drei Einzelanbieter von Bildungsmaßnahmen, qualifiziert. Die Zertifizierung gilt für einen Zeitraum von zunächst drei Jahren, das Verfahren selbst ist für die Antragsteller kostenlos.

Dietmar Göttling nahm im Rahmen einer Feierstunde im Hessischen Landtag von Umweltministerin Lucia Puttrich das Zertifikat für den Landkreis Marburg-Biedenkopf entgegen.  (Foto: Landkreis)




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Dietmar Göttling (links) nahm im Rahmen einer Feierstunde im Hessischen Landtag von Umweltministerin Lucia Puttrich (rechts) das Zertifikat für den Landkreis Marburg-Biedenkopf entgegen.
(Foto: Landkreis)

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