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Qualifizierungsoffensive informiert über die Chance und Herausforderung der unternehmerischen Verantwortung – Auftaktveranstaltung beleuchtet verschiedene Dimensionen der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen

(Pressemitteilung 99/2014 vom 18.03.2014)

Marburg-Biedenkopf – Für Unternehmen ist gesellschaftliche Verantwortung ein relevantes Thema. Insbesondere im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit sowie vor dem Hintergrund der Veränderungen in der Beschäftigungsstruktur, Stichwort Fachkräftemangel, birgt „Corporate Social Responsibility“ (CSR) für Unternehmen einige Chancen, stellt diese aber auch vor Herausforderungen. CSR steht für Corporate Social Responsibility – gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen. Bei CSR handelt es sich um ein Konzept, bei dem Unternehmen auf freiwilliger Basis soziale und ökologische Belange in ihre Aktivitäten und in die Beziehungen mit Partnern wie etwa Kunden, Lieferanten und Beschäftigten einbeziehen.

Mit dem Fokus auf dieses Spannungsfeld startete die Auftaktveranstaltung zu einer vierstufigen Schulungsreihe, die die Qualifizierungsoffensiven der Landkreise Marburg-Biedenkopf und Gießen in Kooperation mit dem Projekt „CSR-unternehmen!“ kostenfrei anbieten. Dr. Heinrich Beyer, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Partnerschaft in der Wirtschaft (AGP) e.V. in Kassel führte bei der Auftaktveranstaltung am 11. März 2014 im Technologie- und Innovationszentrum in Gießen (TIG) in das Thema CSR ein. In zwei Praxisbeispielen erfuhren die 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie Unternehmen aus der Region diese Herausforderung angehen.

So stellte Christian Rinn dar, wie die Firma Rinn Beton- und Naturstein in Heuchelheim es geschafft hat, über einen offenen Dialog mit Kunden, Lieferanten und der Belegschaft eine Vorreiterposition beim Thema CSR in ihrer Branche einzunehmen. „Sie können es sich nur so lange leisten, sich nicht mit dem Thema Nachhaltigkeit zu beschäftigen, solange es auch kein anderer in Ihrer Branche tut“, mahnte Rinn. Seit Anfang 2012 hat sich die Geschäftsleitung von Rinn nach eigenen Angaben dazu verpflichtet, eine Nachhaltigkeitsstrategie zu entwickeln und alle unternehmerischen Entscheidungen an den drei Säulen der Nachhaltigkeit auszurichten. So werden ökonomische, ökologische und soziale Aspekte gleichermaßen mit einbezogen. Als Beispiele wichtiger Projekte nannte Rinn die Verbesserung der CO2-Bilanz und die Einsparung von Trinkwasser in der Produktion. Aber auch die soziale Verantwortung für die 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Familienunternehmens werde bei Rinn sehr ernst genommen und in den Bereichen strategische Personalentwicklung, Familienfreundlichkeit, Arbeitssicherheit oder betriebliches Gesundheitsmanagement umgesetzt.

Unter der Überschrift „Werte teilen um Werte zu schaffen – Soziale Verantwortung am Beispiel von Ferrero Deutschland“ ging Almut Feller (Leiterin Institutional & Corporate Affairs) auf einige Schwerpunkte der Nachhaltigkeitsstrategie von Ferrero ein. So kümmere sich das Unternehmen über seine Stiftung „Fondazione Ferrero“ unter dem Motto „arbeiten, aufbauen, zurückgeben“ um seine ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Hinblick auf gesundheitliche und soziale Aspekte und fördere Aktivitäten in den Bereichen Kunst und Kultur. Weiterhin sei für den Weltkonzern das Thema Nachhaltigkeit bei der Auswahl von Rohstoffen besonders wichtig. Hier ging Feller auf den Bezug von möglichst fair erzeugtem Kakao ein. Der dritte Pfeiler seien die sogenannten „Sozialen Unternehmen“, die Ferrero in Indien, Südafrika und Kamerun auf den Weg gebracht habe. Ihr Ziel sei es, in weniger begünstigten Gebieten der Welt Arbeitsplätze zu schaffen. Außerdem betreibe Ferrero ein Projekt „Kinder + Sport“, bei dem Kinder und Jugendliche für den Sport begeistert werden sollten.

Kostenfreie CSR-Schulung für Unternehmen

Das Qualifizierungsprogramm besteht als nächstes aus einem ganztägigen Intensiv-Seminar, das am Dienstag, 8. April 2014, von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr im Technologie- und Innovationszentrum Gießen (TIG) stattfinden wird. Es folgen ein Praxis-Workshop sowie ein Erfahrungskreis. Die Termine werden mit den Teilnehmern des Intensiv-Seminars abgestimmt. Unternehmen sind noch herzlich eingeladen, an der Schulungsreihe teilzunehmen.

Anmeldung und nähere Informationen:

Landkreis Marburg-Biedenkopf
Stabsstelle Wirtschaftsförderung
Heike Weichert – Qualifizierungsbeauftragte
Tel: 06421 405-1229, E-Mail: WeichertH@marburg-biedenkopf.de

Informierten über die Chancen und Herausforderungen der unternehmerischen Verasntwortung: (v. li.) Frank Schmidt (Qualifizierungsbeauftragter des Landkreises Gießen), Dr. Heinrich Beyer (Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Partnerschaft in der Wirtschaft AGP e.V. in Kassel), Almut Feller (Leiterin Institutional & Corporate Affairs, Ferrero Deutschland, Frankfurt), Christian Rinn (Geschäftsführer der Rinn Beton- und Naturstein GmbH & Co. KG, Heuchelheim) und Heike Weichert (Qualifizierungsbeauftragte des Landkreises Marburg-Biedenkopf).  (Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)


Informierten über die Chancen und Herausforderungen der unternehmerischen Verasntwortung: (v. li.) Frank Schmidt (Qualifizierungsbeauftragter des Landkreises Gießen), Dr. Heinrich Beyer (Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Partnerschaft in der Wirtschaft AGP e.V. in Kassel), Almut Feller (Leiterin Institutional & Corporate Affairs, Ferrero Deutschland, Frankfurt), Christian Rinn (Geschäftsführer der Rinn Beton- und Naturstein GmbH & Co. KG, Heuchelheim) und Heike Weichert (Qualifizierungsbeauftragte des Landkreises Marburg-Biedenkopf). 

(Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

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