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Dolmetscher für die bessere Verständigung zwischen Ärzten und den Patienten mit Migrationshintergrund – Universitätsklinikum und Landkreis Marburg-Biedenkopf schließen Kooperationsvereinbarung

Pressemitteilung Nr. 99/2012 vom 14.03.2012
Marburg-Biedenkopf – Schwierigkeiten bei der Verständigung zwischen Ärzten und Patienten nicht-deutscher Herkunft – diesem Problem soll in Zukunft im Marburger Universitätsklinikum noch besser entgegen gewirkt werden: Der vor über zwei Jahren im Landkreis Marburg-Biedenkopf aufgebaute Dolmetscherservice kann ab sofort auch von den Ärzten im Klinikum angefordert werden, wenn ein Patient oder eine Patientin nicht gut genug Deutsch spricht. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung haben die Geschäftsführung des Universitätsklinikums Gießen und Marburg, Standort Marburg (UKGM) und der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern am Mittwoch in Marburg unterzeichnet.

„Der Dolmetscherservice bringt Vorteile für Patienten, Ärzte und Pflegekräfte und für die Klinik. Ärzte und Pflegekräfte bekommen einen besseren Kontakt zu ihren Patienten. Sie können, insbesondere vor Eingriffen, die Informations- und Aufklärungspflicht besser sicherstellen und auch die Beteiligung der Patienten an der Behandlung wird verbessert“, erläuterte Dr. McGovern das Ziel der Zusammenarbeit, die durch Vermittlung des Projekts Gesundheitsregion des Landkreises auf den Weg gebracht worden ist.

„Die Klinik wiederum kann durch die verbesserte Verständigung mit den Patienten deren Diagnostik und Behandlung optimieren und Mehrfachbehandlungen vermeiden und durch Einbeziehung und Anleitung von motivierten Angehörigen viel im Bereich der Vorbeugung erreichen“, ergänzte Dr. Sylvia Heinis. Den Patienten werde ein eigenständiges Gesundheitsmanagement durch bessere Information und Orientierung ermöglicht. „Dadurch werden auch unnötige Belastungen vermieden und Komplikationen verringert“, stellten Dr. Heinis und Dr. McGovern fest.

Organisiert wird der Dolmetscherservice vom Fachbereich Gesundheit und vom Büro für Integration des Landkreises Marburg-Biedenkopf. DolMa, so die Abkürzung für den Dolmetscher-Service, kann 32 Sprachen anbieten, für die 42 Dolmetscherinnen und Dolmetscher zur Verfügung stehen. Die Dolmetscher kommen meist aus dem Land, dessen Sprache sie für DolMa übersetzen, oder sie sind in Familien geboren und aufgewachsen, die aus diesem Land nach Deutschland eingewandert sind. „Sie bringen damit neben ihrer Muttersprache auch Kenntnisse von kulturellen und religiösen Hintergründen mit, die oftmals wichtige Rahmenbedingen für den Einsatz darstellen“, unterstrich der Erste Kreisbeigeordnete Dr. McGovern.


Der Flyer des Dolmetscher-Service hier als PDF-Datei, bitte anklicken.

  Die Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis Marburg-Biedenkopf und dem Universitätsklinikum beim Dolmetschservice wurde vereinbart.  (Foto: Landkreis)
Vereinbarten die Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis Marburg-Biedenkopf und dem Universitätsklinikum beim Dolmetschservice: (vorne, v. li.). Dr. Sylvia Heinis (UKGM), der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern, Monika Schaal (Fachbereich Gesundheit) und (hinten) Ruth Glörfeld (Gesundheitsregion) sowie Claus Schäfer (Büro für Integration). (Foto: Landkreis)

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