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Arbeitskreis Lokalgeschichtsforschung des Landkreises erfährt interessante Einblicke in das Personenstandsarchiv sowie in die Restaurierungswerkstatt des Hessischen Staatsarchivs Marburg in Neustadt – Personenstandsarchiv bietet vielfältige Forschungsmöglichkeiten
(Pressemitteilung Nr. 095/2013 vom 25.03.2013)

Marburg-Biedenkopf – Der vom Landkreis Marburg-Biedenkopf initiierte und durch den Fachdienst Presse- und Kulturarbeit betreute Arbeitskreis Lokalgeschichtsforschung besuchte das Hessische Landesarchiv - Personenstandsarchiv in Neustadt/Hessen und erhielt von der Leiterin Dr. Katrin Marx-Jaskulski hoch interessante Einblicke in die dort vorhandenen Unterlagen und die Möglichkeiten ihrer Erforschung. Sabine Dietzsch-Uhde, Diplom-Archivarin im Personenstandsarchiv, erläuterte außerdem das Internetangebot des Personenstandsarchivs (die Register werden derzeit digitalisiert und online verfügbar gemacht) und seine Nutzung.

Seit 1874 werden staatliche Personenstandsregister geführt und Geburt, Heirat und Tod von Standesbeamten beurkundet. Um die für den rechtlichen Status des Einzelnen sehr bedeutenden Personenstandsregister im Falle einer Vernichtung wiederherstellen zu können, wurden von Anfang an parallel zu den so genannten Hauptregistern Nebenregister als eine Art Sicherungskopie geführt. Diese waren ursprünglich bei den Amtsgerichten gelagert und sind dann später zu den Kreisverwaltungen und Magistraten gekommen. Erst nach der Novellierung des Personenstandsgesetzes im Jahr 2009 wurden durch die Festlegung von Fortführungsfristen neue Möglichkeiten der Archivierung geschaffen und 2011 konnte in Neustadt das Personenstandsarchiv, zuständig für alle archivreifen hessischen Nebenregister, eröffnet werden.

Aus Sicht der Leiterin, Dr. Katrin Marx-Jaskulski, gibt es hier noch große Potentiale für Forschungen aller Art: „Neben genealogischen Recherchen sind auch sozialgeschichtliche Auswertungen der Register, etwa zum Heirats- und Migrationsverhalten der Bevölkerung, denkbar.“

Sabine Dietzsch-Uhde erläuterte, dass es von Anfang an geplant war, die nicht mehr geschützten Unterlagen auch ins Internet zu stellen: „Damit bieten wir historisch und genealogisch Interessierten einen äußerst bequemen Zugang zu den Registern vom heimischen PC aus“, so die Archivarin. Zwar sind erst circa 10 Prozent der Bestände des Personenstandsarchivs über das Hessische Archiv-Dokumentations- und Informationssystem (www.hadis.hessen.de) online gestellt, doch die Register des Landkreises Marburg-Biedenkopf werden in wenigen Wochen komplett innerhalb der personenbezogenen Schutzfristen zugänglich sein.

Anschließend gab es für die Mitglieder des Arbeitskreises auch die Möglichkeit, Einblicke in die Restaurierungswerkstatt des Staatsarchivs zu bekommen. Walter Trier, Leiter der Werkstatt und Annett Eilenberg, Meisterin im Buchbinderhandwerk, verdeutlichten anhand unterschiedlicher Exponate, wie man den Erhalt wichtiger Dokumente, Karten und Schreiben realisiert und welche Methoden dabei eingesetzt werden.

Im Benutzersaal des Hessischen Landesarchivs – Personenstandsarchivs in der Leipziger Straße 83 in 35279 Neustadt können die Register mittwochs und donnerstags zwischen 9 und 16 Uhr eingesehen werden. Eine Kontaktaufnahme per E-Mail ( personenstandsarchiv@stama.hessen.de ) oder postalisch ist darüber hinaus jederzeit möglich.

Für den Landkreis und den Arbeitskreis bedankte sich Dr. Markus Morr für die Chance, so viel von dieser Institution erfahren zu dürfen. In diesem 1995 gegründeten Arbeitskreis engagieren sich vor allem Personen aus Heimat- und Geschichtsvereinen, Verkehrs- und Verschönerungsvereinen, Arbeitskreisen zur Stadt- oder Dorfgeschichte, aber auch Vertreter von Stadt-, Gemeinde-, Kirchen- oder Dorfarchiven. Hinzu kommen weitere Vertreter von Museen und Heimatstuben aus dem Landkreis sowie diverse Einzelpersonen, die in diesem Bereich forschen. Zudem beteiligen sich Wissenschaftler an den Treffen. Das Ziel des Arbeitskreises ist es, verschiedenste relevante Themen aufzugreifen und auch immer wieder Institutionen aufzusuchen, um die jeweilige Arbeit zu verbessern und sich auszutauschen. Der Landkreis bietet hier sehr viel.

Der Arbeitskreis Lokalgeschichtsforschung besuchte das Hessische Landesarchiv - Personenstandsarchiv in Neustadt/Hessen und erhielt hoch interessante Einblicke in die dort vorhandenen Unterlagen und die Möglichkeiten ihrer Erforschung. (Foto: Landkreis)
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Der Arbeitskreis Lokalgeschichtsforschung besuchte das Hessische Landesarchiv - Personenstandsarchiv in Neustadt/Hessen und erhielt hoch interessante Einblicke in die dort vorhandenen Unterlagen und die Möglichkeiten ihrer Erforschung.
(Foto: Landkreis)


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