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14. April: Zum 11. Mal Girls’Day – jetzt auch erstmalig Boys’Day - Schnupperpraktikum für Mädchen und Jungen in Bereichen, die sonst typischerweise häufig noch vom anderen Geschlecht gewählt werden

(Pressemitteilung Nr. 082/2011 vom 09.03.2011)
Marburg-Biedenkopf – Mädchen schnuppern am Girls’Day in Berufe aus dem technischen, naturwissenschaftlichen oder handwerklichen Bereich oder besuchen Frauen in Führungspositionen, um mit ihnen über Berufs- und Lebensplanung zu sprechen. Jungen schnuppern in Berufe aus dem sozialen, pflegerischen und erzieherischen Bereich, trainieren in Workshops ihre sozialen Kompetenzen oder sprechen mit anderen Jungen und Männern über Männlichkeit und Rollenbilder. "Die Praktikaplätze mit spannenden Mitmach-Aktionen können von Mädchen und Jungen der 5. bis 10 Klasse frei von Geschlechterklischees als erfolgreiche Orientierungshilfe für die Berufswahl und Studienorientierung genutzt werden", erläuterte Landrat Robert Fischbach in der Kreisverwaltung.

Über 55 Unternehmen und Organisationen aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf und der Stadt Marburg haben sich bereits im Internet unter www.girls-day.de angemeldet und fast 400 Plätze für Mädchen bereit gestellt. Dort finden die Schülerinnen vielfältige Veranstaltungsangebote etwa bei der Universität, der Feuerwehr, in Solartechnik- oder IT-Unternehmen, Handwerks- oder Kfz-Betrieben. „Die Unternehmen haben erkannt, dass sie angesichts Fachkräftemangel und demographischem Wandel das große Potential von jungen Frauen in technischen, handwerklichen, naturwissenschaftlichen Berufen und in der Informationstechnologie mobilisieren müssen“, ergänzte Claudia Schäfer, die Frauenbeauftragte des Landkreises Marburg-Biedenkopf.

Für die Jungen werden in unserer Region derzeit 125 Plätze unter www.boys-day.de angeboten. In Frage kommen beispielsweise Plätze in Kindergärten, Pflegeeinrichtungen, im Gesundheitsbereich oder in sozialen Einrichtungen. Auch bei den Jungen gilt es das Berufswahlspektrum zu erweitern, um die bisher noch eher frauentypischen Berufsfelder.
Um den Bedarf an eintägigen Praktikumsplätzen zu decken, werden noch weitere Unternehmen und Organisationen, Behörden, Forschungseinrichtungen oder Bildungszentren sowie beispielsweise Kindertagesstätten und Pflegeeinrichtungen gesucht, die Interesse daran haben, ihre Pforten einen Tag lang zu öffnen, um ihr positives Firmenimage in der Öffentlichkeit zu stärken und um sich Personalressourcen für die Zukunft zu erschließen.
Und auch für interessierte Mädchen und Jungen ist es jetzt Zeit, sich anzumelden. Im Internet können Schülerinnen und Schüler sich auf Ihrer Website informieren, für ihr Wunschangebot entscheiden und online oder telefonisch anmelden. Eltern kennen die Fähigkeiten und Neigungen ihrer Kinder am besten und können sie bei der Suche nach einem passenden Unternehmen unterstützen. Es besteht auch die Möglichkeit, im eigenen Unternehmen, bei Bekannten oder in einem anderen gewünschten Betrieb nachzufragen. Aus versicherungsrechtlichen und organisatorischen Gründen sollte das Unternehmen sein Angebot aber auf jeden Fall auf der entsprechenden Website eintragen.
„Die oft gestellte Frage ist, ob bei Girls’Day-Veranstaltungen auch Jungen mitmachen können“, berichtet Elisabeth Schöppner, Projektleiterin für den Girls’Day–Mädchen-Zukunftstag im Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V., von dem aus die beiden Aktionstage Girls’ und Boys’Day deutschlandweit koordiniert werden. „Es gibt genügend Gelegenheiten wie ‚Tage der offenen Tür’, an denen beide Geschlechter Schnupperpraktika machen können. Aber der Girls’Day ist für die Mädchen allein“, so Schöppner. und der Boys’Day ist Jungen vorbehalten. Mädchen, die gern in soziale, pädagogische oder Pflege-Einrichtungen schnuppern möchten, können dies an jedem anderen Tag im Jahr tun. Schülerinnen und Schüler sollen einmal im Jahr für einen Tag getrennte Wege gehen und die Berufe erkunden, die bisher typischerweise vom anderen Geschlecht gewählt werden.
Ob Unternehmen, Organisationen, Schulen, Eltern, wichtige Informationen für alle Zielgruppen sind auf folgenden Websites erhältlich: www.girls-day.de für die Mädchen und www.boys-day.de für die Jungen. Ab sofort sind zudem die Hotlines für den Girls’Day–Mädchen-Zukunftstag sowie für den Boys’Day–Jungen-Zukunftstag eingerichtet. Zum Festnetztarif bekommen Veranstalter, Lehrkräfte, Eltern und Kinder unter der jeweiligen Hotline Informationen. Die Hotlines sind montags bis freitags von 14 Uhr bis 18 Uhr für Anrufe freigeschaltet. Girls’Day-Hotline: 0521/106-7354. Boys’Day-Hotline: 0521/106-7355.

Sollten Fragen speziell für den Landkreis Marburg-Biedenkopf bestehen, können sich Interessierte auch an das Frauenbüro des Landkreises Marburg-Biedenkopf wenden: Tel.: 06421/405-1310.
 

Für die Universitätsstadt Marburg kann im Zusammenhang mit dem Boys'Day Herr Fischer kontaktiert werden (Tel.: 06421/201-452), www.marburg.de/boys-day

  Beim Girls´Day 2010 konnten Mädchen beispeilsweise etwas über die Arbeit der Feuerwehren - wie hier in Wetter - erfahren. Archivfoto/Foto: Christian Koch
Beim Girls´Day 2010 konnten Mädchen beispeilsweise etwas über die Arbeit der Feuerwehren - wie hier in Wetter - erfahren. Archivfoto/Foto: Christian Koch

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