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Politik, Wirtschaft und Bundeswehr werben gemeinsam für bessere Zugverbindungen in Stadtallendorf – Schreiben an den Bahnvorstand: Stadtallendorf enger in das Inter-City-Netz der Bahn einbinden

(Pressemitteilung 078/2016 vom 24.02.2016)

Marburg-Biedenkopf – Gemeinsam werben Wirtschaft, Politik und Bundeswehr bei der Deutschen Bahn AG dafür, Stadtallendorf als Inter-City-Bahnhof weiter auszubauen und die Anbindung an das Fernzugnetz zu verbessern. Ein entsprechendes Schreiben an den Bahnvorstand mit Rüdiger Grube an der Spitze haben am Mittwoch der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow, Stadtallendorfs Bürgermeister Christian Somogyi sowie Vertreter der Bundeswehr und der Unternehmen Ferrero, Fritz Winter Eisengießerei und Hoppe AG in Stadtallendorf unterzeichnet.

„Wir sind ausgesprochen dankbar dafür, dass die Deutsche Bahn mit dem Halt des Inter-City (IC) um 5.49 in Stadtallendorf bereits einen ersten, wichtigen und richtigen Schritt getan hat, um Stadtallendorf in das IC-Netz der Bahn einzubinden“, erklärte Stadtallendorfs Bürgermeister Christian Somogyi. Zugleich wollten jedoch Politik, Wirtschaft und Bundeswehr jetzt gemeinsam und nachdrücklich dafür werben, diesem ersten Schritt weitere folgen zu lassen und das Angebot der IC-Linie 26 (Stralsund-Hamburg-Karlsruhe) zu erweitern. „Wir ergreifen diese Initiative als Vertreter einer Stadt und einer Region, die für Wirtschaft und Bundeswehr seit jeher von Bedeutung ist, die aber gerade in den letzten Jahren als internationaler Wirtschaftsstandort und als Divisionsstandort der Bundeswehr an Bedeutung gewonnen hat“, unterstrich der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow.

Die Unterzeichner bekräftigten, dass sie auch „Tag für Tag ebenfalls unternehmerisch denken und dass sie sich nicht nur aus regionalpolitischer Sicht an den Vorstand der Deutschen Bahn wenden, sondern die Verantwortlichen der Bahn gerade auch auf die erheblichen unternehmerischen Chancen aufmerksam machen“, die weitere IC-Halte in Stadtallendorf für die Deutsche Bahn mit sich bringen würden: „Sowohl die unterzeichnenden Akteure als auch ihre Kunden/innen und Geschäftspartner/innen würden gerne häufiger das attraktive Angebot der Bahn nutzen. Da durch die fehlende Fernverkehrsanbindung, zumal auch die Umsteigeverbindungen zum Fernverkehr in Marburg nur eingeschränkt attraktiv, nach Norden faktisch gar nicht vorhanden sind, muss die Wahl oft auf andere Verkehrsträger fallen“, heißt in dem dreiseitigen Schreiben.

Die Unterzeichner machen in sechs Punkten deutlich, was für weitere IC-Stopps in Stadtallendorf im Interesse der Region der Deutschen Bahn spricht:

1. Stadtallendorf ist die größte Stadt entlang der Linie 26, die ohne Halt durchfahren wird, während weitaus kleinere Städte, meist aus historischen Gründen, seit einen Systemhalt haben. Stadtallendorf hat mit den Umlandgemeinden ein unmittelbares Einzugsgebiet von mehr als 50.000 Einwohnern; mit weiteren in der Region gelegenen Städten ohne Fernverkehrsanbindung wie Frankenberg und Alsfeld ist fast von 100.000 Menschen ausgehen, für die durch einen IC-Halt in Stadtallendorf die Bahn wieder zu einer attraktiven Alternative bei der Verkehrsmittelwahl werden könnte.

2. Weltunternehmen, wie die Firmen FERRERO oHG, Fritz Winter Eisengießerei GmbH & Co. KG und die HOPPE AG beschäftigen am Standort insgesamt fast 10.000 Mitarbeiter; weitere national und international agierende Unternehmen haben ihren Sitz oder Niederlassungen in Stadtallendorf und in den Nachbarstädten. Aus der zunehmenden internationalen Vernetzung dieser mindestens europäisch, zumeist aber weltweit agierenden Unternehmen resultiert ein erheblicher Verkehrsbedarf sowohl von Mitarbeitern als auch von Kunden und Geschäftspartnern. Bisher ist die Bahn dabei unterrepräsentiert. Viele Unternehmen wissen aber, dass bei einer direkten Fernverkehrsverbindung in die besonders wichtigen Regionen Hamburg / Hannover sowie Rhein-Main und Rhein-Neckar verstärkt die Bahn genutzt würde.

3. Stadtallendorf ist seit 2010 Sitz des Stabes der „Division Schnelle Kräfte“ der Bundeswehr; neben den rund 1.000 Soldaten vor Ort werden von hier Truppen in der ganzen Bundesrepublik gelenkt. Entsprechend hoch ist der Bedarf an Dienst- und Privatfahrten der Soldaten sowie der Führung des Stabes. Auch hier besteht kein Zweifel, dass ein verstärkter Umstieg von Pkw-Fahrten auf die Bahn erfolgen würde, sofern es eine attraktive Fernverkehrsverbindung gäbe.

4. Die Bahn ist zurzeit sowohl Richtung Norden als auch Richtung Süden dem Auto bei den Fahrzeiten deutlich überlegen: Eine Reisezeit von 1 Stunde 18 nach Frankfurt/Main Stadtmitte lässt sich mit dem Auto kaum verwirklichen. Eine Reisezeit von 50 Minuten nach Kassel-Wilhelmshöhe, wie sie der IC ermöglicht, ist mit dem PKW (Reisedauer rund 70 bis 80 Minuten) überhaupt nicht denkbar. Dieser Fahrzeitvorteil wird jedoch aktuell durch Zeitverluste für Umsteigeverbindungen aufgezehrt wird.

5. Der neu gestaltete Bahnhof Stadtallendorf ist der einzige größere Bahnhof zwischen Marburg und Kassel, der problemlos und bequem von Kundinnen und Kunden mit Mobilitätseinschränkung genutzt werden kann. Ein Halt hier wäre ein erheblicher Gewinn für Kunden mit Mobilitätseinschränkungen.

6. Fast nirgendwo sind die Verkehrsträger – und insbesondere PKW und Bahn –so gut miteinander verknüpft wie in Stadtallendorf. Durch die gute Straßenanbindung des Bahnhofes sowohl von der Ost- als auch von der Westseite sind alle Fernstraßen der Region günstig erreichbar: Die Bundesstraße B454 ist kaum mehr als 800 Meter entfernt, zur Bundesstraße B62 sind es nur zwei Kilometer Entfernung. Wohl nur an wenigen Orten lässt sich ein Bahnhof so schnell und unkompliziert erreichen wie in Stadtallendorf. Auch für den Übergang zu anderen Verkehrsträgern bietet Stadtallendorf mit zahlreichen kostenlosen Parkmöglichkeiten, einem übersichtlichen neu gestalteten Busbahnhof, einer Bike & Ride Station oder hochwertigen Fahrradabstellmöglichkeiten Bedingungen, die ihresgleichen suchen.

Hier können Sie den Brief an die Deutsche Bahn AG als PDF herunterladen.

Gemeinsam werben Wirtschaft, Politik und Bundeswehr bei der Deutschen Bahn AG dafür, Stadtallendorf als Inter-City-Bahnhof weiter auszubauen und die Anbindung an das Fernzugnetz zu verbessern: Am Mittwoch unterzeichneten (vorne, v.li.) Oberst Markus Kreitmayr (Division Schnelle Kräfte) und Andreas Fiedler (Fritz Winter Eisengießerei) sowie (hinten, v. li.) Reiner Schmidt (HOPPE AG), der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow und Stadtallendorfs Bürgermeister Christian Somogyi einen entsprechenden Brief an den Vorstand der Deutschen Bahn AG. (Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

Gemeinsam werben Wirtschaft, Politik und Bundeswehr bei der Deutschen Bahn AG dafür, Stadtallendorf als Inter-City-Bahnhof weiter auszubauen und die Anbindung an das Fernzugnetz zu verbessern: Am Mittwoch unterzeichneten (vorne, v.li.) Oberst Markus Kreitmayr (Division Schnelle Kräfte) und Andreas Fiedler (Fritz Winter Eisengießerei) sowie (hinten, v. li.) Reiner Schmidt (HOPPE AG), der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow und Stadtallendorfs Bürgermeister Christian Somogyi einen entsprechenden Brief an den Vorstand der Deutschen Bahn AG.

(Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

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