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KreisJobCenter und INTEGRAL leiten arbeitslose Menschen zu gesunder Lebensführung an: Gesundheit erhöht die Chancen auf dem Arbeitsmarkt - Projekt „Aufbruch“ motiviert Teilnehmer, sich mit der eigenen Gesundheit zu beschäftigen

(Pressemitteilung Nr. 076/2011 vom 10.03.2011)
Marburg-Biedenkopf – Laut internationaler Untersuchungen sind langzeitarbeitslose Menschen in besonderem Maße von Gesundheitsproblemen betroffen. „Gesundheitliche Einschränkungen hemmen Arbeitssuche und Vermittlung. Daher möchten wir langzeitarbeitslosen Menschen, die zurzeit am Projekt Aufbruch teilnehmen, für das Thema Gesundheit interessieren“, erklärte der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern im Vorfeld des Gesundheitstages, der im Rahmen des Projekts Aufbruch am Donnerstag in Marburg stattfand.

Das Projekt Aufbruch ist ein Gemeinschaftsprojekt des KreisJobCenters (KJC) Marburg-Biedenkopf sowie der gemeinnützigen Beschäftigungsgesellschaft INTEGRAL. „Es zeichnet sich durch einen ganzheitlichen Ansatz zur Wiedereingliederung von langzeitarbeitslosen Menschen in den Arbeitsmarkt aus. Aktuell werden 391 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in dem Projekt betreut. Hiervon haben 196 (50,13 Prozent) gesundheitliche Einschränkungen“, teilte Helge Micklitz von INTEGRAL mit.

Im Vergleich von arbeitslosen Menschen zu beschäftigten Menschen bestehen, so das Ergebnis der Studien, Auffälligkeiten hinsichtlich einem schlechteren subjektiven Gesundheitszustand, einem deutlich erhöhten Krankheitsrisiko für eine Vielzahl von Erkrankungen, hinsichtlich psychischer Beanspruchungssymptome wie Depressionen oder Angstsymptome, einem ungünstigeren Gesundheits- und Suchtverhalten oder auch häufigeren Arzneimittelverordnung von zum Beispiel Antidepressiva. Auch bei der Zahl der Krankenhausfälle und der stationären Behandlungstage schneiden langzeitarbeitslose Menschen schlechter ab. Die Untersuchungen ergaben zudem ein erhöhtes Risiko für vorzeitige Sterblichkeit und die stärkere Inanspruchnahme gesundheitlicher Leistungen.

„Unser Ziel ist es, den Menschen dabei zu helfen, gesundheitliche Probleme kontrollieren oder auch erst erkennen zu können“, erklärte Dr. McGovern. Mit dem Gesundheitstag sollen langzeitarbeitslose Menschen, die am Projekt Aufbruch teilnehmen, für die Teilnahme an dem Kursangebot im Bereich Gesundheit motiviert werden.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten im Rahmen des Projektes an verschiedenen Kursen teilzunehmen: Die Themen reichten dabei von der berufliche Gesundheitsförderung über den Schwerpunkt „Haltung gibt Halt“ und Bewegung im Alltag bis hin zu Nordic-Walking oder „Abnehmen – aber mit Vernunft“.

Die Kursleiterinnen und Kursleiter stellten am Gesundheitstag ihre Kurse ausführlich vor, beantworteten Fragen und gaben vor allem Tipps für eine gesündere Lebensweise und ein allgemeines Wohlgefühl. Die Teilnehmer erfuhren dabei mehr über typische Ernährungsirrtümer, Alltagsgegenstände als Sportgeräte oder lernten Nordic-Walking als optimales Training zur Gewichtsreduktion kennen.

„Mit den Gesundheitskursen möchten wir die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für eine gesundheitsbewusste Lebensführung sensibilisieren und motivieren, die ihre Eingliederungsfähigkeit in den Arbeitsmarkt und damit ihre Chancen erhöht“, sagten Dr. McGovern und Helge Micklitz. Wer sich wohl, gesund und fit fühle, sei auch motivierter und habe zudem ein besseres Selbstwertgefühl, was die Chancen bei der Arbeitssuche erhöhe.
 

  Kursleiter Elias Dobré zeigt Teilnehmern des Gesundheistages den richtigen Umgang mit Nordic-Walking-Stöcken.
Kursleiter Elias Dobré zeigt Teilnehmern des Gesundheistages den richtigen Umgang mit Nordic-Walking-Stöcken.

Foto: Landkreis
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Bewegung im Alltag war das Kursthema von Janine Kwast, die eine einfache, aber wirkungsvolle Bewegungsübungen mit Alltagsgegenständen - hier eine Wasserflasche - demonstrierte.
Bewegung im Alltag war das Kursthema von Janine Kwast, die eine einfache, aber wirkungsvolle Bewegungsübungen mit Alltagsgegenständen - hier eine Wasserflasche - demonstrierte.
Foto: Landkreis
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