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Ausstellungseröffnung mit der Ateliergemeinschaft Cölber Mühle in der Kreisverwaltung erfährt große Beachtung – Die Arbeiten der Ubbelohde-Preisträgerinnen sind noch bis zum 28. April zu sehen

(Pressemitteilung 076/2015 vom 04.03.2015)

Marburg-Biedenkopf – Circa 90 bis 100 Gäste waren der Einladung gefolgt und nahmen an der Vernissage der Ateliergemeinschaft Cölber Mühle mit Arbeiten von Anita Badenhausen, Carla Fassold-Luttropp und Waltraud Mechsner-Spangenberg teil. Landrätin Kirsten Fründt lobte das künstlerische Schaffen der drei Frauen und freute sich darüber, dass die Künstlerinnen ihre qualitativ hochwertigen Arbeiten im Landratsamt ausstellen.

In die Ausstellung führte der Künstler Hans Schohl kurzweilig ein. Bezug nehmend auf den Titel der Ausstellung „Experiment“ führte er aus, dass ein Experiment immer ein Versuch sei, ein Ausprobieren, es sei zuweilen ein Wagnis, der Ausgang ungewiss: „Aber immer ist das Experiment eine Tätigkeit des Forschens, des Staunens und ein Versuch, Grenzen zu überwinden. An seinem Ende soll etwas Neues stehen. Etwas Neues für den Künstler und etwas Neues für den Betrachter.“ Schohl erläuterte anhand von drei ausgewählten Exponaten, die Arbeiten der Künstlerinnen. Diese hätten mit den unterschiedlichsten Materialien und Techniken experimentiert: „Pappkarton, Kleister, Gelatine, Rost, Zeitungspapier, Teer, Wachs, etc. Es wird gezeichnet, gepinselt, geklebt und ganz viel gedruckt“, erläuterte Schohl.

Schließlich zitierte er Anselm Feuerbach, einen Maler, der vor fast 200 Jahren lebte: “Wer Kunst verstehen will, der kaufe sich einen Stuhl. Mit diesem Stuhl soll sich dann der Kunstbesucher alleine, in angemessener Distanz zum Kunstobjekt hinsetzen und mindestens 15 Minuten dieses Kunstwerk schweigend betrachten. Das möchte er dann acht Tage wiederholen. Gehe ihm dann immer noch kein Licht auf – so Feuerbach - dann habe er das seinige getan und könne beruhigt gehen.“ Daraus folgt, dass nicht nur der Produzent des Kunstwerks das Element Zeit beim Erstellen seiner Arbeit verausgabt, sondern auch der Betrachter aufgefordert ist, Zeit zu investieren, um zu verstehen. Schohl fasste schließlich zusammen: „Investieren Sie also Zeit in die Betrachtung der Arbeiten dieser wunderbaren Ausstellung. Spüren Sie den einzelnen Experimenten nach und überlegen Sie, ob sie dem Verschieben der Kunstgrenzen folgen mögen.“ Das können Interessierte noch bis zum 28. April 2015 machen, denn so lange sind die Arbeiten im Foyer der Kreisverwaltung zu sehen.

Die musikalische Umrahmung erfolgte durch das „Duo Santiago“ (Katharina Fendel, Flöte/Querflöte und Johannes Treml, Gitarre).

Die Ateliergemeinschaft Cölber Mühle stellt derzeit in der Kreisverwaltung aus (v.l.n.r.): Laudator Hans Schohl, die Künstlerinnen Anita Badenhausen, Carla Fassold-Luttropp und Waltraud Mechsner-Spangenberg sowie Landrätin Kirsten Fründt.   Foto: Landkreis

Die Ateliergemeinschaft Cölber Mühle stellt derzeit in der Kreisverwaltung aus (v.l.n.r.): Laudator Hans Schohl, die Künstlerinnen Anita Badenhausen, Carla Fassold-Luttropp und Waltraud Mechsner-Spangenberg sowie Landrätin Kirsten Fründt.
 
Foto: Landkreis

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