Link auf das Hauptmenü Link auf die Untermenüpunkte Link auf Inhaltsbereich
Gemeinsame Pressemitteilung des Qualitätszirkels "Frühe Hilfen": Frauenärzte ergänzen das Netzwerk der Frühen Hilfe für Eltern und Kinder – Breit gefächertes Angebot für Eltern im Landkreis Marburg-Biedenkopf

(Pressemitteilung 065/2015 vom 27.02.2015)

Marburg-Biedenkopf – Schwangerschaft, Geburt und die ersten Lebensjahre mit einem Kind sind eine aufregende und mit neuen Herausforderungen verbundene Zeit für Eltern und Kind. Neben der Freude auf das Baby können Unsicherheiten, Ängste oder Erkrankungen das Leben der (werdenden) Eltern bestimmen. Um früh und vor allem rechtzeitig hier Hilfestellung zum Wohle der Kinder und der Eltern anbieten zu können, hat sich im Landkreis Marburg-Biedenkopf bereits von einigen Jahren ein leistungsfähiges Netzwerk für Frühe Hilfen gebildet.

Dieses Netzwerk ist jetzt um wichtige Partner erweitert und ergänzt werden: die Frauenärzte. Im Bereich der Frühen Hilfen sind die Frauenärzte von außerordentlicher Bedeutung. Sie sind meist die ersten Ärzte, die eine Belastung einer schwangeren Frau wahrnehmen – sie haben den frühesten Zugang zu den Frauen und können somit eine Türöffnerfunktion zu den frühen Hilfen einnehmen und wichtige Weichen stellen.

Der Fachtag „Rund um die Geburt“, der am 25. Februar im Landratsamt stattfand, hat über 150 Fachleute zusammengeführt, die sich mit Schwangerschaft, Geburt und den ersten Lebensjahren des Kindes beschäftigen. „Wir haben in der Universitätsstadt Marburg und dem Landkreis Marburg-Biedenkopf hervorragende Strukturen, um Familien frühzeitig zu unterstützen. Und das nicht erst seit heute.“ Darin sind sich der Bürgermeister der Universitätsstadt Marburg, Dr. Franz Kahle, und der Erste Kreisbeigeordnete, Marian Zachow, einig.

Der Landkreis Marburg-Biedenkopf und die Universitätsstadt Marburg haben in den vergangenen Jahren im Bereich der frühen Hilfen viel investiert und sehr gute Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten für Familien gefördert und aufgebaut. „In unserer Region hat das Thema der frühen Hilfen eine hohe Priorität. Mit sehr gut ausgebauten Netzwerken und kostenfreien Beratungen sowie praktischer Unterstützung stehen wir den Eltern jederzeit mit Rat und Tat zur Seite“, so Bürgermeister Dr. Franz Kahle. Auch die besondere Herausforderung in einem Flächenlandkreis frühe Hilfen wohnortnah zu ermöglichen, konnte im Landkreis Marburg-Biedenkopf sehr gut umgesetzt werden. „Eltern in allen Kommunen des Landkreises erhalten gute Unterstützungsleistungen in der Nähe ihres Wohnortes“, betont der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow.

Der Fachtag Frühe Hilfen hat Fachleute aus Medizin, Gesundheitsförderung, Pädagogik, Psychotherapie und Jugendhilfe zusammengeführt. Nach dem spannenden Vortrag von Prof. Dr. med. Anke Rohde als Leiterin des Psychosomatik an der Universitätsfrauenklinik Bonn zu psychischen Problemen rund um die Geburt eines Kindes wurde angeregt über das Thema diskutiert. Gemeinsam berieten die Experten darüber, wie man sich noch besser vernetzen und die Angebote für werdende Eltern und Familien optimal aufeinander abstimmen kann.

„Hier kommen Fachleute aus Gynäkologie, Pädagogik, Kinderheilkunde, Psychotherapie, Psychiatrie und Familienhebammen an einen Tisch“, so Dr. Siegmund Köhler, der als leitender Arzt der Geburtshilfe des Universitätsklinikums Gießen und Marburg – Standort Marburg – die Notwendigkeit hervorhebt, voneinander zu wissen. „Gerade in der Gynäkologie, vor allem in den Praxen der Frauenärzte, teilen uns werdende Mütter ihre Ängste mit oder berichten von psychischen Problemen. Es ist eine Chance, den Frauen frühzeitig Hilfe anzubieten. Oft ist eine Vermittlung in Schwangerenberatungsstellen genau der richtige Weg.“ Dies bestätigen die Mitarbeiterinnen aus Beratungsstellen ebenso wie die Familienhebammen, die die Zusammenarbeit mit den Frauen- und Kinderärzten gerne noch weiter vertiefen wollen.

Sabine Döhmen, Diplom-Psychologin unterstrich, dass es bei der Arbeit in dem Netzwerk nicht um Konkurrenz zwischen den Beteiligten gehe. Vielmehr sehe sie in der vernetzten Arbeit eine große Chance.

Auch Kinder- und Jugendarzt und Bezirksobmann Dr. Stephan Nolte wünscht sich eine bessere Zusammenarbeit der Fachgruppen: „Wir wissen bislang viel zu wenig voneinander und sollten die vielen Beratungsangeboten und Hilfsmöglichkeiten kennen, mit dem Ziel einer vorgeburtlich einsetzenden Hilfe, einer „pränatalen Prävention“. Denn eine Geburt ist ebenso wie die damit verbundenen Anforderungen – und möglicherweise erkennbaren Überforderungen -vorhersehbar!“ Vor der Geburt habe man Zeit – diese Zeit gelte es zu nutzen.

Die Marburger Familienhebamme Sabine Pfützner unterstrich, dass es bei Schwangerschaft und Geburt um mehr als nur die medizinischen Aspekte gehe.

Der Fachtag mit fast 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war ein großer Erfolg, darin waren sich die Veranstalter einig. Das Ziel, sich kennenzulernen wurde erreicht, nicht zuletzt durch die vielfältigen Angebote beim Markt der Möglichkeiten, auf dem sich die einzelnen Gruppierungen vorstellten.

Geplant und organisiert wurde die Veranstaltung vom dem Qualitätszirkel „Frühe Hilfen-Frühe Kindheit“, der Universitätsstadt Marburg, dem Landkreis Marburg-Biedenkopf und dem Berufsverband der Frauenärzte e.V., Landesverband Hessen. Der Qualitätszirkel „Frühe Hilfen-Frühe Kindheit“ lädt alle, die mit dem Thema befasst sind, zu einer weiteren Zusammenarbeit ein. Bei Interesse bitte eine E-Mail an fachveranstaltung-rundumdiegeburt@marburg-biedenkopf.de senden. Finanziell unterstützt wurde die Fachveranstaltung von der Bundesinitiative Frühe Hilfen.

Die Vertreterinnen und Vertreter des Qualitätszirkels "Frühe Hilfen - Frühe Hilfen" freuen sich, dass das Netzwerk in der Region um die Frauenärzte erweitert wurde. Sie spielen, genauso wie die Hebammen und die anderen Akteure, eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, sich anbahnende Probleme bei werdenden Eltern früh zu erkennen.

Die Vertreterinnen und Vertreter des Qualitätszirkels "Frühe Hilfen - Frühe Hilfen" freuen sich, dass das Netzwerk in der Region um die Frauenärzte erweitert wurde. Sie spielen, genauso wie die Hebammen und die anderen Akteure, eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, sich anbahnende Probleme bei werdenden Eltern früh zu erkennen.

Die Fachtagung im Marburger Landratsamt war eine gute Möglichkeit, sichen kennenzulernen und auszutauschen.

Die Fachtagung im Marburger Landratsamt war eine gute Möglichkeit, sichen kennenzulernen und auszutauschen. 

(Fotos: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

[ schließen ]