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4. Quartalsbericht 2012 weist für den Haushalt des Landkreises erfreuliche Verbesserung auf
(Pressemitteilung Nr. 063/2013 vom 01.03.2013)
Marburg-Biedenkopf – Nach dem vierten Quartalsbericht für das Jahr 2012 ist mit einer erfreulichen Verbesserung des Ergebnisses des Haushaltes des Landkreises für das Jahr 2012 zu rechnen. Der Überschuss des Ergebnishaushaltes wird voraussichtlich rund vier Millionen Euro betragen und soll zum Schuldenabbau eingesetzt werden.

Eine endgültige Detailanalyse sei derzeit noch nicht möglich, teilte Landrat Robert Fischbach mit: „Aufgrund der noch vorzunehmenden Abschlussbuchungen, die nach den Vorschriften der Doppik notwendig sind, wird sich das hier aufgezeigte Ergebnis bis zur Erstellung des endgültigen Jahresabschlusses 2012 noch verändern. Fest steht allerdings, dass es zu einem Überschuss und somit zu einer Verbesserung gegenüber der Haushaltsplanung kommen wird“, so Fischbach.

Landrat Robert Fischbach zeigte sich erfreut über die positive Entwicklung, zumal im Rahmen der Haushaltsplanung für 2012 noch mit einem Defizit in Höhe von 5,8 Millionen Euro gerechnet wurde. „Ich bedanke mich vor allem bei den Mitarbeitern unserer Verwaltung über alle Fachbereiche hinweg und der Kämmerei, dass sowohl die Einnahmemöglichkeiten verbessert wurden als auch bei den Ausgaben sparsam gewirtschaftet wurde. Die Sparappelle am Beginn des Haushaltjahres, als wir noch mit einem Millionendefizit rechnen mussten, sind auf offene Ohren gestoßen“, lobte Landrat Fischbach.

Er nahm zudem Bezug auf die im Dezember vom Hessischen Landkreistag durchgeführte Umfrage zur Aufstellung des Haushalts 2013 und stellte fest, dass demnach voraussichtlich kein anderer Landkreis einen Haushaltsausgleich im Jahr 2012 erzielen wird: „Zudem ist der Landkreis Marburg-Biedenkopf der einzige Landkreis in Hessen, der auch 2013 einen ausgeglichen Haushalt vorweisen und einen Überschuss in Millionenhöhe erwirtschaften kann.

„Solange der Landkreis allerdings aus den Vorjahren noch Kassenkredite von über 100 Millionen Euro vor sich her schiebt, müssen wir jede Verbesserung zu Abbau unserer Schulden verwenden. Wenn wir nicht auf Kosten zukünftiger Generationen leben wollen, ist das unsere Pflicht“, erklärte der Landrat.

Er wies darauf hin, dass mit breiter Mehrheit im Kreistag, also auch mit großen Teilen der Opposition und der Bürgermeister Ende letzten Jahres beschlossen wurde, das Schutzschirmangebot des Landes Hessen anzunehmen. Dabei habe sich der Landkreis vertraglich dazu verpflichtet, alle Haushaltsmittel, die durch die Übernahme eines Teils der Schulden durch das Land Hessen als Überschuss anfallen, zum Schuldenabbau zu verwenden. Daher sei die Senkung der Kreisumlage nicht möglich.

Nach der im Februar 2013 vollzogenen Ablösung von rund 30,5 Millionen Euro Kassenkrediten im Zusammenhang mit dem Kommunalen Schutzschirm belaufen sich die Schulden des Landkreises aus Investitions- und Kassenkrediten insgesamt immer noch auf rund 166,3 Millionen Euro. Darüber hinaus rechnet der Landkreis in den Jahren 2009 bis 2011 mit insgesamt rund 28,8 Millionen Euro an sogenannten „doppischen Fehlbeträgen“, die nach den gesetzlichen Vorschriften durch Überschüsse folgender Haushaltsjahre ausgeglichen werden müssen. „Wir sind folglich auf die Erzielung von Überschüssen angewiesen. Erfreulich ist zudem, dass nicht nur der Haushaltsplan 2013 ein gutes Ergebnis ausweist, sondern die Trendwende, wie wir jetzt wissen, schon 2012 begonnen hat und sich voraussichtlich auch 2014 fortsetzen wird. Die kontinuierliche Arbeit des Kreisausschusses, die Ausgaben zu begrenzen und die Einnahmen zu verbessern, hat jetzt Früchte getragen“, so Fischbach abschließend.
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