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Neues Projekt im Landkreis Marburg-Biedenkopf: Familienhebammen unterstützen Eltern im ersten Lebensjahr ihres Kindes – Für einen guten Start ins Leben: Wichtige Ergänzung vorhandener Angebote

(Pressemitteilung 60/2014 vom 19.02.2014)

Marburg-Biedenkopf – Der Landkreis Marburg- Biedenkopf hat in Zusammenarbeit mit der Jugendkonflikthilfe (JUKO) Marburg e.V. ein neues Familienhebammenprojekt mit dem Titel „Steps“ ins Leben gerufen. Ziel des Projekts ist es, Eltern im ersten Lebensjahr des Neugeborenen unterstützend zur Seite zu stehen. So soll der Start ins Leben gelingen und gute Grundlagen für die gesamte weitere Entwicklung des Kindes gelegt werden.

Das Familienhebammenprojekt ist im Rahmen der Bundesinitiative „Frühe Hilfen“ entstanden, die gezielt den Einsatz von Familienhebammen fördert. Familienhebammen sind berufserfahrene Hebammen oder Kinderkrankenschwestern, die sich in einer Zusatzqualifikation besonderes Wissen rund um das erste Lebensjahr des Kindes angeeignet haben.

„Es ist gut und wichtig, dass wir mit diesem Projekt den Familien im Landkreis Marburg-Biedenkopf ein weiteres Unterstützungsangebot im Bereich der frühen Hilfen machen können“, sagte der Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernent Dr. Karsten McGovern. „Das Projekt ,Steps’ ist eine konsequente Ergänzung, der bereits seit einigen Jahren im Landkreis Marburg-Biedenkopf bestehenden und funktionierenden frühen Hilfen“.

Im Projekt „Steps“ stehen Familienhebammen den Familien kompetent beratend oder begleitend zur Seite , wenn sich nach der Geburt Unsicherheiten einstellen oder Fragen auftreten, weil das Kind etwa zu früh auf die Welt gekommen ist, es sich um eine Mehrlingsgeburt handelt oder eine Risikoschwangerschaft bestand. Das Unterstützungsangebot der Familienhebammen richtet sich auch an Eltern, deren Kind nicht gesund auf die Welt gekommen ist oder sich nur langsam entwickelt. Denn nicht alle Kinder entwickeln sich gleich. Einige Kinder sind häufig unruhig, schlafen schlecht oder schreien vermehrt. So kann sich neben der Freude über das Kind, Sorge und Unsicherheit einschleichen. „Die Familienhebamme kann hier im Erkennen der Signale und Bedürfnisse des Babys Sicherheit geben und bei der Stärkung der Beziehung zwischen Eltern und Kind anleiten. Sie gibt wertvolle Tipps, um für das Kind einen Tag-Nacht-Rhythmus zu schaffen oder gibt Ratschläge bei Kinderkrankheiten und Fragen der Ernährung“, erläuterte Dr. McGovern. Dabei biete die Familienhebamme auch den nötigen Raum, elterliche Bedürfnisse nach Ruhe und Erholung und Gefühle der Erschöpfung oder Kraftlosigkeit zu thematisieren.

Frei nach dem afrikanischen Motto „Um ein Kind zu erziehen, bedarf es eines ganzen Dorfes“ gibt die Familienhebamme zielgerichtet Informationen zu den bestehenden Angeboten für Familien mit Säuglingen und Kleinkindern vor Ort. Sie ermuntert Familien, erste Kontakte zu Familienzentren oder Kitas vor Ort zu knüpfen und, wenn nötig, schafft sie Zugänge zu speziellen Einrichtungen der medizinischen Versorgung. So haben junge Eltern die Gelegenheit, andere Eltern mit Säuglingen oder Kleinkindern kennen zu lernen und so Teil des bestehenden sozialen Netzwerkes vor Ort zu werden und sich quasi ihr eigenes Dorf aufzubauen.

Die Familienhebamme kann Familien über den Zeitraum eines halben Jahres im ersten Lebensjahr des Kindes in 20 Einzelterminen begleiten. Voraussetzung ist, dass die Familie im Landkreis Marburg-Biedenkopf wohnt. Die Betreuung findet in der Regel im vertrauten häuslichen Umfeld statt und ist für die Familie kostenfrei.

Kontaktadresse für Eltern:

Familienhebamme Silvia Krieger,
Telefon: 06421 8899865 oder per E-Mail: krieger@juko-marburg.de.

Kontaktadresse für Kooperationspartner:

Landkreis Marburg-Biedenkopf – Fachbereich Familie, Jugend und Soziales,
Birgitta Opdenhövel, Telefon: 06421 405-1473,
E-Mail: OpdenhoevelB@marburg-biedenkopf.de.

Flyer STEPS.

Bitte klicken Sie auf die Abbildung, um den Flyer herunterzuladen.

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