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Miteinander sprechen: Referentin gab Tipps und Informationen zur Lösung von Konflikten – Landkreis Marburg-Biedenkopf und Stadt Biedenkopf hatten gemeinsam zu Vortrag eingeladen

(Pressemitteilung 58/2014 vom 18.02.2014)

Marburg-Biedenkopf – Persönliche Kommunikation und miteinander sprechen – das waren die zentralen Tipps, die Inge Maisch in ihrem Vortrag mit dem Titel „Die Psychologie des Konfliktes – Lösungsansätze für die betriebliche Praxis“ rund 190 Gästen in Biedenkopf gegeben hat. Auf Einladung des Landkreises Marburg-Biedenkopf und der Stadt Biedenkopf hatte sie im Sitzungssaal des Rathauses einen Vortrag gehalten. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Stabsstelle Wirtschaftsförderung des Kreises mit der Qualifizierungsoffensive – ein Projekt, das die Förderung der beruflichen Weiterbildung in der Region verfolgt.

Die Referentin Inge Maisch, auch bekannt durch eine wöchentliche Zeitungskolumne „Ihre Karriere bitte!“, gab aufgrund ihrer umfassenden praktischen Erfahrung zur Entstehung von Konflikten und deren Bearbeitung viele wertvolle Hinweise. Als Ursachen von Konflikten in Unternehmen nannte Maisch sogenannte „innere Themen“ der Beteiligten wie zum Beispiel Neid oder Minderwertigkeitskomplexe. Aber auch mangelnde Kritikfähigkeit, Macht, knappe Ressourcen, unterschiedliche Werte der Mitarbeiter und Ungerechtigkeiten spielten als Konfliktursachen eine wichtige Rolle. Die veränderte Kommunikation via E-Mail, Internet und Social Media wirke oftmals zusätzlich verschärfend, da Mimik, Gestik und Tonfall fehle und somit viel Spielraum für Interpretationen bestehe. „Versuchen Sie im beruflichen wie im privaten Zusammenhang möglichst viel persönliche Kommunikation zu pflegen“, riet Maisch. „Rufen Sie bei Unklarheiten einfach mal an oder sprechen Sie direkt miteinander“, so ihr Tipp.

Die Referentin ging auch auf das Kommunikationsmodell von Schulz von Thun ein. Demnach kann eine Äußerung in vier Teile untergliedert werden kann: den Sachinhalt, den Appell, die Selbstkundgabe und den Beziehungshinweis. „Je nachdem, wie der Empfänger einer Nachricht den Sachverhalt bewertet, gibt es einen Konflikt oder nicht“, so Maisch. Zur Veranschaulichung verwies sie auf den Sketch „Das Frühstücksei“ von Loriot. Als Tipp für ein effektives Konfliktmanagement empfahl Maisch vor allem aktives Zuhören im wertschätzenden Dialog.

„Wir müssen davon ausgehen, dass es mehrere Wahrheiten gibt“, betonte Maisch. Und wegen der subjektiven Wahrnehmung habe jeder Konfliktpartner Recht. Weiterhin spiele es für die Bearbeitung eines Konfliktes eine wichtige Rolle, welches Konfliktverhalten die Beteiligten grundsätzlich hätten. Maisch unterschied in diesem Zusammenhang „heiße“ und „kalte“ Konflikttypen, die Konflikte entweder aktiv und emotional angehen oder aber sie lieber vermeiden wollten. Je nachdem in welcher Kombination die Konflikttypen aufeinanderträfen sei es ratsam, eine dritte Person wie zum Beispiel einen Mediator hinzuzuziehen.

Zu den wichtigsten Konfliktursachen in Unternehmen zähle die Angst, erläuterte die Referentin mit Verweis auf eine aktuelle Studie. „Vor allem die Angst Fehler zu machen ist demnach sehr weit verbreitet und verhindert Offenheit und konstruktive Kritik.“ Daher seien Führungskräfte aufgefordert ihre Verantwortung und ihre Rolle als Konfliktmanager anzunehmen und sich das hierfür notwendige Wissen anzueignen und vorzuleben. Maisch stellte zum Abschluss verschiedene Lösungsansätze für Konfliktmanagementgespräche vor.

Inge Maisch verfügt über 30 Jahre Berufserfahrung als Pädagogin, Journalistin, Austellungsmacherin, Projektmanagerin sowie als PR- und Marketingspezialistin. Sie ist als freie Beraterin und Coach rund um berufliche Fragen und die Karriereplanung tätig. Im Anschluss an den Vortrag tauschten sich die Gäste noch bei einem kleinen Imbiss aus.


Hintergrund:

Das Projekt „Qualifizierungsoffensive“ des Hessischen Wirtschaftsministeriums wird im Landkreis Marburg-Biedenkopf seit 1999 innerhalb der Stabsstelle Wirtschaftsförderung umgesetzt und aus Mitteln des Landes Hessen und des Europäischen Sozialfonds gefördert. Mit den Aktivitäten sollen in erster Linie kleine und mittlere Unternehmen für den Nutzen und die Möglichkeiten der beruflichen Weiterbildung sensibilisiert sowie dort beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern eine fundierte Unterstützung bei Fragen zum Thema Weiterbildung geboten werden. Kontakt und Information: Landkreis Marburg-Biedenkopf, Stabsstelle Wirtschaftsförderung, E-Mail: WeichertH@marburg-biedenkopf.de .

Persönliche Kommunikation und miteinander sprechen – das waren die zentralen Tipps, die Inge Maisch in ihrem Vortrag mit dem Titel „Die Psychologie des Konfliktes – Lösungsansätze für die betriebliche Praxis“ rund 190 Gästen in Biedenkopf gegeben hat. (Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)


Persönliche Kommunikation und miteinander sprechen – das waren die zentralen Tipps, die Inge Maisch in ihrem Vortrag mit dem Titel „Die Psychologie des Konfliktes – Lösungsansätze für die betriebliche Praxis“ rund 190 Gästen in Biedenkopf gegeben hat.
(Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

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