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Verbundschule kann drohende Standortschließung im Hinterland abwenden – Ziel: Wohnortnahes Bildungsangebot erhalten
(Pressemitteilung Nr. 058/2013 vom 27.02.2013)
Marburg-Biedenkopf – Gemeinsam mit den Schulleitungen, einem Vertreter des Staatlichen Schulamts und den Bürgermeistern aus Biedenkopf, Angelburg, Breidenbach und Steffenberg hat der Erste Kreisbeigeordnete und Schuldezernent Dr. Karsten McGovern das Konzept der geplanten Verbundschule für das nördliche Hinterland vorgestellt erläutert. Nach diesem Konzept sollen die Mittelpunktschulen in Breidenbach und Steffenberg gemeinsam mit der Stadtschule Biedenkopf einen Verbund eingehen. Hintergründe sind die prognostizierten sinkenden Schülerzahlen und das Ziel, in der Region trotzdem ein wohnortnahes und pädagogisch wertvolles Bildungsangebot zu haben und eine drohende Schließung eines oder mehrerer Schulstandorte zu verhindern.

Das Konzept wurde bereits vom Kreistag des Landkreises Marburg-Biedenkopf verabschiedet und ist auch Bestandteil des Schulentwicklungsplanes, dem das Kreisparlament ebenfalls zugestimmt hat. Die angestrebte Verbundschule ist zudem die Voraussetzung für eine Zustimmung zum Schulentwicklungsplan durch das Hessische Kultusministerium. Das Ministerium hat deutlich gemacht, dass nur ein solcher Dreier-Verbund die Schließung von Standorten verhindern kann.

„Wir dürfen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels die Augen vor der Realität nicht verschließen. Vielmehr ist es wichtig, rechtzeitig kluge Entscheidungen zu treffen. Die Schülerzahlen werden maßgeblich in den kommenden fünf Jahren zurück gehen und dann schwebt eine drohende Schließung wie das sprichwörtliche Damokles-Schwert über den Schulen. Das gilt es gemeinsam im Interesse der Schülerinnen und Schüler zu verhindern“, erklärte der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern. Aufgabe der Politik sei es daher, nicht Entscheidungen zu treffen, die von „Jetzt“ auf „Gleich“ wirken. Wichtig sei es, mittel- und langfristige Entwicklungen zu erkennen, zu deuten und dann für die Zukunft tragfähige Entscheidungen auf den Weg zu bringen. „Dazu gehört ohne Zweifel das Konzept einer Verbundschule für das nördliche Hinterland, die zum Schuljahr 2014/15 Wirklichkeit werden soll. Wenn wir dann erst aktiv werden, wenn eine Schulschließung angeordnet wird, dann ist es zu spät“, sagte Dr. McGovern.

Im Vorfeld wurden in Gesprächen zwischen dem Kreis, dem Kultusministerium in Wiesbaden, dem Staatlichen Schulamt, den betroffenen Kommunen, den Eltern und den Schulen verschiedene Möglichkeiten besprochen. Am Ende dieser Gespräche stand dann das Konzept einer Verbundschule. Dabei werden die bisher eigenständigen Schulen aufgelöst und in dem Verbund zusammengeführt, dem dann auch die Lehrerkollegien der drei Schulen angehören. Neu strukturiert werden muss die Schulleitung.

Dadurch bleiben die kurzen Wege für die Schülerinnen und Schüler in der Region erhalten und auch die Abordnung oder Versetzung von Lehrkräften an weiter entfernte Schulen kann verhindert werden. Durch den Schulverbund können zudem die Förderstufen und die standortbezogenen Profilschwerpunkte erhalten werden. Auch der Erhalt oder die Einführung eines Haupt- und eines Realschulzweiges an allen drei Standorten ist möglich.

Zu den Chancen des Verbundes zählen die Synergieeffekte bei der Qualitätsentwicklung der Schulen: Konzepte können angeglichen werden und die Schulstandorte können von den Stärken der anderen profitieren. Auch eine gemeinsame Personalplanung und Personalentwicklung ist möglich.

V.l.n.r.: Joachim Thiemig (Bürgermeister Stadt Biedenkopf), Eberhard Blöchle (Staatliches Schulamt Marburg), Thomas Beck (Bürgermeister Gemeinde Angelburg), Dr. Karsten McGovern (Erster Kreisbeigeordneter), Carla Fassold-Luttropp (Schulleiterin MPS Obereisenhausen), Dr. Roland Germonprez (Schulleiter Stadtschule Biedenkopf), Jeanette Grün (komm. Schulleiterin MPS Breidenbach), Burkhard Schuldt (Schulamtsdirektor Staatliches Schulamt Marburg), Werner Reitz (Bürgermeister Gemeinde Breidenbach) und Peter Pfingst (Bürgermeister Gemeinde Steffenberg) setzen sich engagiert für das Ziel "Verbundschule im Hinterland" ein. (Foto: Landkreis)
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V.l.n.r.: Joachim Thiemig (Bürgermeister Stadt Biedenkopf), Eberhard Blöchle (Staatliches Schulamt Marburg), Thomas Beck (Bürgermeister Gemeinde Angelburg), Dr. Karsten McGovern (Erster Kreisbeigeordneter), Carla Fassold-Luttropp (Schulleiterin MPS Obereisenhausen), Dr. Roland Germonprez (Schulleiter Stadtschule Biedenkopf), Jeanette Grün (komm. Schulleiterin MPS Breidenbach), Burkhard Schuldt (Schulamtsdirektor Staatliches Schulamt Marburg), Werner Reitz (Bürgermeister Gemeinde Breidenbach) und Peter Pfingst (Bürgermeister Gemeinde Steffenberg) setzen sich engagiert für das Ziel "Verbundschule im Hinterland" ein. (Foto: Landkreis)
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