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Forum zur ärztlichen Versorgung auf dem Lande: Angehende Ärzte informieren sich aus 1. Hand bei niedergelassenen Kollegen - Chance Landarzt: Landkreis Marburg-Biedenkopf vernetzt Universität, Medizinstudenten und niedergelassene Ärzte miteinander

(Pressemitteilung Nr. 055/2011 vom 22.02.2011)
Marburg-Biedenkopf – Die ärztliche Versorgung der Bevölkerung in ländlichen Regionen wird in den kommenden Jahren immer mehr ein Thema werden. „Sich diesem Thema erst dann zu stellen, wenn es auf dem Land nicht mehr genügend Ärzte gibt, ist zu spät. Deshalb müssen wir bereits heute die Weichen stellen“, erklärte Landrat Robert Fischbach im Vorfeld einer Informationsveranstaltung für Medizinstudenten. Unter dem Titel „Chance Landarzt – Ein Berufsbild im Wandel“ hatten der Landkreis Marburg-Biedenkopf mit dem Projekt „Gesundheitsregion“, die Marburger Philipps-Universität (Fachbereich Medizin, Abteilung Allgemeinmedizin) und die Gemeinde Lahntal zu einer Informationsveranstaltung eingeladen.

Rund 60 interessierte Studentinnen und Studenten waren der Einladung gefolgt, um sich aus 1. Hand über den Beruf des „Landarztes“ zu informieren. Berichte und Informationen aus der Praxis gaben dabei Dr. Michaela Kern, Hausärztin im Ebsdorfergrund und Lehrärztin an der Marburger Philipps-Universität, Dr. Ulrich Siefert, ehemaliger Hausarzt und Lehrbeauftragter an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, Dr. Gangolf Seitz, Hausarzt in der Gemeinde Lahntal, Martina Lommler-Thamer, Ärztin in Weiterbildung im Lahn-Dill-Kreis und Manfred Apell, Bürgermeister der Gemeinde Lahntal. Moderiert wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Erika Baum und Prof. Dr. Annette Becker von der Abteilung für Allgemeinmedizin der Marburger Philipps-Universität.
„Unser Ziel war es, ein studentisches Forum zu entwickeln, in dem Studenten auf niedergelassene Ärzte treffen und sich aus 1. Hand über eine Niederlassung in der ländlichen Region können“, erläuterte Ruth Glörfeld, Leiterein des Projekts „Gesundheitsregion“ beim Landkreis Marburg-Biedenkopf.

Die Fragen der angehenden Ärzte bezogen sich dabei überwiegend auf die Bedingungen für eine Niederlassung, nach den Möglichkeiten einer Teilzeitbeschäftigung und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Nach Gehaltsvorstellungen und Verdienstmöglichkeiten oder nach der Möglichkeit, auch befristet in einer Landarztpraxis tätig zu werden.

Nach Auskunft der niedergelassenen Ärzte, die den Studenten Rede und Antwort standen, ist die Arbeitsbelastung überschaubar und bewegt sich im üblichen und verträglichen Rahmen, um auch Beruf, Familie und Privatleben unter einen Hut zu bekommen. Auch die Belastung durch Bereitschaftsdienste ist demnach erträglich. Im Ergebnis sprachen sich die Beteiligten für Gemeinschaftspraxen aus, um die Arbeitsbelastung verteilen und auch Regelungen für Urlaubs- oder Krankheitszeiten finden zu können.

Die Informationsveranstaltung soll im April mit einer Exkursion und der Besichtigung des Gesundheitszentrums „Alte Schule“ in Lahntal ergänzt und fortgesetzt werden.

Das Projekt „Gesundheitsregion“ des Landkreises Marburg-Biedenkopf im Internet:
www.gewinn-gesundheit.de
 

 
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