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Richtiger Futter-Mix hilft unseren Vögeln Energie für frostige Tage zu tanken – Untere Naturschutzbehörde gibt Tipps zum richtigen Füttern der Vögel
(Pressemitteilung Nr. 048/2013 vom 12.02.2013)
Marburg-Biedenkopf – Bei vielen Menschen ist das Füttern von Vögeln zur Winterzeit sehr beliebt. Die Tiere lassen sich an den Futterstellen aus nächster Nähe beobachten, so dass vor allem Kindern und Jugendlichen ein besonderes Naturerlebnis geboten wird. Um den Nutzen der Fütterung für unsere heimischen Vögel zu sichern, weist die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Marburg-Biedenkopf auf einige Punkte hin.

Grundsätzlich gilt, dass herkömmliche Futtermischungen häufig den vielfältigen Ansprüchen unserer heimischen Vogelwelt kaum gerecht werden. Deshalb ist selbst hergestelltes Futter ein besonderer Genuss für unsere gefiederten Freunde. Man kann Futtermischungen zusammenstellen, die von einer größeren Gruppe von Vögeln in Notzeiten gerne angenommen werden.

Hierzu einige Tipps:
Körner-Mix für Körnerfresser wie Finken, Sperlinge und Ammern mischt man zu etwa zwei Dritteln aus Sonnenblumenkernen und zu einem Viertel aus Hanfsaat. Der Rest kann aus Haferflocken, gehackten Nüssen und kleineren Sämereien bestehen.

Für die Weichfutterfresser (wie Rotkehlchen, Heckenbraunelle, Amseln oder Zaunkönig) und Allesfresser (wie Meisen, Spechte und Kleiber) eignen sich Fett-Körner-Mischungen, wie Meisenknödel und Ringe. Diese lassen sich im Handel kaufen oder selbst herstellen. Auch Rosinen, Obst, Haferflocken und Kleie eignen sich für Weichfutterfresser. Keinesfalls sollte man jedoch salzige Nahrung wie Speck oder Salzkartoffeln anbieten. Auch Brot ist nicht geeignet, da es im Magen der Vögel aufquillt.

Am besten beginnt man mit der Fütterung erst bei Frost oder Schnee, da die Vögel nur dann wenig Futter finden und trotzdem viel Energie verbrauchen, um ihre Körpertemperatur gegen die Kälte aufrecht zu erhalten. Hat man erst einmal mit der Fütterung begonnen, sollte diese anschließend regelmäßig erfolgen.

Bei der Wahl des Futterspenders sollte darauf geachtet werden, dass die Tiere nicht im Futter herumlaufen und es mit Kot verschmutzen. So kann die Übertragung und Ausbreitung von Krankheitserregern minimiert werden. Das Futterhäuschen sollte regelmäßig mit heißem Wasser gereinigt und täglich nur wenig Futter nachgelegt werden. Beim Reinigen sollten aus hygienischen Gründen Handschuhe getragen werden. Die Fachleute der Naturschutzbehörde empfehlen, den Futterspender an einer übersichtlichen Stelle mit genügend großem Abstand zur nächsten Glasscheibe zu platzieren. Des Weiteren ist es wichtig die Futterstelle möglichst katzensicher zu installieren.

Aber Achtung! Falls man sich entschließt, eine fertige Futtermischung aus dem Handel zu verwenden, sollte man darauf achten, möglichst großkörniges Sonnenblumensamen-Vogelfutter zu verwenden, das frei von Samen der stark Allergie auslösenden Beifuß-Ambrosie (Ambrosia artemisifolia) ist. Ursprünglich aus Nordamerika stammend und unter anderem über Vogelfutter eingeschleppt, breitet sich diese invasive Pflanze jetzt auch in ganz Deutschland weiter aus. Bei Fragen zu diesem Thema steht die Untere Naturschutzbehörde unter den Telefonnummern 06421 405-1393 oder 405-1395 gerne zur Verfügung.

Rezeptvorschlag zum Selbstherstellen von Vogelfutter für Weichfutterfresser:
Grundstoff für Meisenknödel oder Ringe ist ungesalzener Rinder- oder Hammeltalg, der nicht allzu sehr erhitzt wird. Dann wird etwa die doppelte Menge Körner-Mix hinzu gegeben. Für die Weichfutterfresser wird ein Mix aus Talg, Weizenkleie, Beeren und Haferflocken im Verhältnis 1:1 gemischt. Ein Schuss Speiseöl verhindert, dass das Fett zu hart wird und bröckelt. Das erkaltete Gemisch kann man dann zu Knödeln oder Ringen formen oder in geeignete Fettfutter-Spender (zum Beispiel Blumentöpfe) füllen. Durch das Bodenloch des Topfes zieht man einen kleinen Zweig, an dessen unterem Ende sich die anfliegenden Vögel festklammern können.

Bei vielen Menschen ist das Füttern von Vögeln zur Winterzeit sehr beliebt. Die Tiere lassen sich an den Futterstellen aus nächster Nähe beobachten, so dass vor allem Kindern und Jugendlichen ein besonderes Naturerlebnis geboten wird. (Foto: Landkreis)
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Bei vielen Menschen ist das Füttern von Vögeln zur Winterzeit sehr beliebt. Die Tiere lassen sich an den Futterstellen aus nächster Nähe beobachten, so dass vor allem Kindern und Jugendlichen ein besonderes Naturerlebnis geboten wird. (Foto: Landkreis)
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