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Klimaschutzziele des Landkreises und Unternehmensinteressen im Energiebereich stimmen überein – Neugegründeter Arbeitskreis Wirtschaft und Energie bietet Firmen mit hohem Energieverbrauch Plattform zum Wissens- und Erfahrungsaustausch

(Pressemitteilung Nr. 048/2012 vom 09.02.2012)
Marburg-Biedenkopf – Der gegenseitige fachliche Austausch zu Energiemanagement, Energieeffizienz, Fördermöglichkeiten und Einsatzmöglichkeiten von neuster Technik und erneuerbaren Energien sind die Themen des neu gegründeten Arbeitskreises „Wirtschaft – Energie“ im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Rund 20 der größten und energierelevanten Unternehmen treffen sich künftig regelmäßig auf Einladung des Landkreises. „Auf dem Weg hin zur Energiewende genügt es nicht nur, an vielen kleinen Rädchen zu drehen. Auch die Unternehmen müssen mit ins Boot. Gerade die Unternehmen mit hohem Gesamt-Energieverbrauch bilden die großen Stellschrauben. Dabei stimmen die Interessen der Unternehmen, Kosten einzusparen und eine gesicherte Energieversorgung aus der Region zu erhalten mit den Klimaschutzzielen des Landkreises perfekt überein“, sagte Landrat Robert Fischbach.

Der Arbeitskreis soll dazu dienen, Chancen und Wege aufzuzeigen, wie große Unternehmen Energiekosten einsparen und sich an der Energiewende beteiligen können. „Die Firmen können sich fachlich darüber austauschen, wie zum Beispiel andere mit dem Thema Energieeffizienz umgehen oder ob der Einsatz von innovativer Technik für einzelne Unternehmen in Frage kommt“, erläuterte Landrat Fischbach. „Wir haben schon viel Know-how in den einzelnen Unternehmen, doch alle können noch etwas vom anderen lernen.“ Die Moderation dieses „runden Tisches“, der sich alle drei Monate trifft, übernimmt auf Wunsch der teilnehmenden Unternehmen Dr. Norbert Clement, Leiter des Fachdienstes Erneuerbare Energien beim Landkreis Marburg-Biedenkopf.

Der Arbeitskreis ist das Ergebnis der Workshop-Reihe, die der Landkreis im vergangenen Jahr im Rahmen des Klimaschutz-Konzepts organisiert hatte. Während dieser Workshops wurde in den Reihen der Unternehmen der Wunsch konkret, eine Plattform zum gegenseitigen Austausch zu schaffen. Auch die beiden Industrie- und Handelkammern (IHK) Kassel und Lahn-Dill sind im Arbeitskreis beteiligt und unterstützen das Vorhaben.

In dem ersten Treffen stand die Zertifizierung nach DIN ISO 50.001 im Vordergrund, die die Energieeffizienz in Unternehmen im Blick hat. Ohne dieses Zertifikat, das ein Energiemanagementsystem voraussetzt, werden Unternehmen mit hohem Stromverbrauch ab dem Jahr 2013 erhebliche Mehrkosten entstehen.
 

 
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