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Kreis macht Kirchhainer Markthalle wieder für reguläre Nutzung als Veranstaltungsort frei – Gebäude wird im Rahmen der Notunterbringung für Flüchtlinge nicht benötigt

(Pressemitteilung 044/2016 vom 01.02.2016)

Marburg-Biedenkopf – Die Markthalle in Kirchhain wird so schnell wie möglich wieder für ihre ursprüngliche Nutzung als Veranstaltungsort zur Verfügung stehen. Das Gebäude, das im Rahmen der geplanten Notunterbringung für Flüchtlinge als Aufenthalts- und Betreuungsort Teil des Konzeptes des Landkreises Marburg-Biedenkopf war, wird vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung nicht mehr benötigt.

„Wir halten unsere Zusage ein, Veranstaltungsorte wie Turnhallen oder Bürgerhäuser nicht zu nutzen oder schnellstmöglich wieder für eine reguläre Nutzung freizugeben“, teilte Landrätin Kirsten Fründt am Montag mit. Damit stünde der Stadt Kirchhain wieder ein wichtiger, zusätzlicher Raum für verschiedene Veranstaltungen zur Verfügung. Zuvor hatte der Kreis bereits einen Teil der blockierten Parkplätze an der Markthalle geräumt und auch die ungehinderte Zufahrt zum Sportgelände wieder möglich gemacht. Lediglich die neben der Markthalle errichtete Leichtbauhalle wird zunächst stehen bleiben, bis das Land Hessen über die weitere Nutzung entschieden hat.

Da in der Markthalle selbst bislang keine Umbauten oder Investitionen stattgefunden hatten, um sie im Rahmen der Notunterbringung nutzen zu können, wird der Kreis dieses Gebäude bereits vor einer Entscheidung des Landes zu den anderen Standorte wieder für die reguläre Nutzung zur Verfügung stellen. „Unser Ziel ist es, dass die Markthalle der Stadt Kirchhain bereits zum Ende dieser Woche ohne Einschränkungen zur Verfügung steht“, erläuterte Landrätin Fründt die Entscheidung, die am zurückliegenden Wochenende gefallen ist und über die Kirchhains Bürgermeister Jochen Kirchner am Montag informiert worden ist.

Der Landkreis Marburg-Biedenkopf stimmt sich derzeit mit dem Land Hessen über die weitere Vorgehensweise im Zusammenhang mit den Notunterkünften für Flüchtlinge in Kirchhain, Weimar-Wenkbach und Dautphetal-Dautphe ab. Einen Verfahrensvorschlag hierzu wird der Kreis bis zum 5. Februar dem Land übermitteln.

Der Standort an der Markthalle war ein Kompromiss, den Kreis und Stadt Kirchhain gemeinsam erarbeitet hatten, um die zunächst geplante Notunterbringung von bis zu 400 schutzsuchenden Menschen nicht auf den ehemaligen Rewe-Markt zu konzentrieren. Dazu wurde an der Markthalle eine winterfeste Leichtbauhalle gebaut. Die Markthalle selbst sollte als Aufenthalts-, Betreuungs- und Verpflegungsraum genutzt werden. Eine Unterbringung von Flüchtlingen in der Halle wäre unter anderem aus Brandschutzgründen nicht möglich gewesen.

Der Landkreis Marburg-Biedenkopf hatte sich Ende 2015 nach entsprechender Aufforderung der Landesregierung auf die Notunterbringung von bis zu 1.000 Menschen vorbereitet und dazu die entsprechende Infrastruktur in Kirchhain, Weimar-Wenkbach und Dautphetal-Dautphe vorbereitet.

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