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Monatsbilanz des KreisJobCenters: Jahreswechsel und Winter lassen Arbeitslosigkeit im Januar ansteigen – Zahl der Langzeitarbeitslosen im Vergleich zum vergangenen Jahr nahezu unverändert

(Pressemitteilung 043/2016 vom 02.02.2016)

Marburg-Biedenkopf – Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist zu Beginn des neuen Jahres deutlich angestiegen. Das KreisJobCenter (KJC) des Landkreises Marburg-Biedenkopf weist für Januar 2016 insgesamt 3.101 erwerbsfähige Leistungsberechtigte aus, die als arbeitslos registriert sind. Im Vergleich zum Vormonat Dezember 2015 ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen damit um 269 Personen oder 9,5 Prozent gestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Landkreis nur leicht um 13 Langzeitarbeitslose bzw. 0,4 Prozent gestiegen.

Die Quote der arbeitslosen Grundsicherungsempfänger an den zivilen Erwerbspersonen ist im Kreisgebiet gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent angestiegen und liegt nun bei 2,4 Prozent. Im Vorjahresmonat lag die Quote ebenfalls bei 2,4 Prozent.

„Der Winter und der Jahreswechsel haben die Arbeitslosigkeit ansteigen lassen. Dieser saisonale Effekt hat zwei Ursachen. Zum einen wird wegen des Wetters in den Außenberufen wie dem Baugewerbe weniger gearbeitet. Zum anderen enden zum Jahresende viele befristete Arbeitsverträge oder es werden Kündigungen ausgesprochen. Diese werden im Januar statistisch wirksam“, sagte der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow.

„Ein weiterer Grund für den Anstieg ist das zum Jahresende viele Qualifizierungen und Fortbildungen endeten. Diese Personen sind nach Beendigung der arbeitsmarktpolitischen Maßnahme statistisch als arbeitslos zu führen. Betrachtet man die Arbeitslosenzahl längerfristig haben wir aber nach wie vor einen positiven Trend“, betonte Zachow.

Auch die Zahl der Bedarfsgemeinschaften und erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ist in diesem Monat wieder angestiegen, so dass mehr Menschen im Landkreis auf staatliche Unterstützung angewiesen sind. Im Vergleich zum Vormonat erhöhte sich die Zahl der Bedarfsgemeinschaften um 74 (+2,2 Prozent) auf insgesamt 6.240. Verglichen mit dem Vorjahresmonat bedeutet dies einen Anstieg um 33 Bedarfsgemeinschaften oder 0,5 Prozent. Bei den erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ist im Vergleich zum Vormonat ein Anstieg um 2,2 Prozent auf 8.126 Personen zu verzeichnen. Im langfristigen Vergleich liegt die Zahl um 0,8 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Dies entspricht einem Anstieg um 61 Personen.

Bei den Angaben zu Bedarfsgemeinschaften und erwerbsfähigen Leistungsberechtigten handelt es sich um einen zum Stichtag 14. Januar 2016 ermittelten vorläufigen Bestand. Der endgültige Bestand für den Berichtsmonat Januar wird von der Bundesagentur für Arbeit nach einer Wartezeit von drei Monaten festgeschrieben.

Insgesamt befanden sich zum Stichtag im Januar 1.178 Personen in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen.

Stichwort/Hintergrund KreisJobCenter Marburg-Biedenkopf:

Der Landkreis Marburg-Biedenkopf ist seit 2005 Optionskommune und betreut mit dem KreisJobCenter 3.101 Langzeitarbeitslose. Das Ziel: Diese Menschen zu fördern, weiter zu qualifizieren und wieder in Arbeit zu vermitteln. Mit einer durchschnittlichen jährlichen Vermittlungsquote von rund 31 Prozent zählt der Landkreis Marburg-Biedenkopf mit seinem KreisJobCenter zu den erfolgreichsten Optionskommunen in Hessen. Von den im Landkreis als arbeitslos geltenden Menschen werden durchschnittlich 40 Prozent durch die zuständige Agentur für Arbeit in Marburg und 60 Prozent durch das KreisJobCenter des Landkreises betreut.

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