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Abschlussveranstaltung des Europäischen Jahres 2010 in Berlin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) - Leuchtturm-Projekt „Teilhabe ermöglich - Chancen ergreifen“ fand große Resonanz

(Pressemitteilung Nr. 037/2011 vom 08.02.2011)
Marburg-Biedenkopf –„Das ist eine gute Sache. Das müssen Sie unbedingt fortsetzen“, sagte begeistert ein Vertreter des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales: Derart positive Rückmeldungen bekamen die Mitarbeiterinnen der INTEGRAL GmbH, Maria Kappes-Tucholke und Gisela Hohenbild, auf der Abschlussveranstaltung des „Europäischen Jahres 2010 gegen Armut und soziale Ausgrenzung“, die Ende Januar in Berlin stattfand.

In Anwesenheit namhafter Fachleute und Vertreter aus Politik und Gesellschaft präsentierten sich fünfundzwanzig Projekte, die sich bundesweit engagiert hatten. Es wurden verschiedene Ideen und Konzepte zur Integration unterschiedlicher Zielgruppen vorgestellt, nicht zuletzt mit einem Appell, diese Projekte zu verankern und weiter auszubauen.

Eines dieser vorgestellten Leuchtturmprojekte war das Projekt „Teilhabe ermöglichen - Chancen ergreifen“, das seit Februar 2010 von INTEGRAL GmbH in Kooperation mit dem Landkreis Marburg-Biedenkopf (Fachbereich Familie, Jugend und Soziales) erfolgreich durchgeführt wurde.

Ziele des Projektes waren, die Isolation und Vereinsamung zu vermindern, Unterstützung zur Teilnahme am gesellschaftlichen und kulturellen Leben sowie die Heranführung an Arbeit und Beschäftigung. Das Angebot richtete sich an Menschen, die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch XII (Sozialhilfe) bezogen.

Aus anfänglich gemeinsamen sozialen Aktivitäten, wie etwas zusammen zu unternehmen oder wieder an kulturellen Angeboten teilzunehmen sowie eigene handwerkliche und künstlerische Fertigkeiten zu erleben, erfuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach vielen Jahren der Isolation soziale Nähe und Wertschätzung. Nach eigenen Aussagen profitierten alle enorm von dem Projekt, was dazu ermutigte, neue Wege zu gehen.

Daraus fassten die am Projekt teilnehmenden Personen zunehmend Mut und Sicherheit, sich auch der Arbeitswelt anzunähern. So absolvierten einige erfolgreich ein Praktikum im Recycling-Hof der INTEGRAL GmbH. Besonders hilfreich dabei war die Unterstützung engagierter Personen im Rahmen des Patenmodells, die ihnen während des Praktikums tatkräftig zur Seite standen. Ein Teilnehmer erwarb als bester seines Kurses den Gabelstaplerschein.

Besonders hervorzuheben ist, dass eine Person die psychische sowie physische Belastbarkeit und Arbeitsfähigkeit zurück gewonnen hat und jetzt wieder dem allgemeinen Arbeitsmarkt zur Verfügung steht.

„So erfolgreich und wichtig das Projekt war, besteht Interesse nicht nur seitens der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, sondern auch des Landkreises Marburg-Biedenkopf, den in Gang gekommenen Prozess fortzusetzen“, betonte der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern.
 

  Maria Kappes-Tucholke (links) im Gespräch mit der Vertreterin vom Sozialdienst katholischer Frauen aus Dortmund. (Foto: Landkreis)
Maria Kappes-Tucholke (links) im Gespräch mit der Vertreterin vom Sozialdienst katholischer Frauen aus Dortmund. (Foto: Landkreis)

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