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Ansteigende Zahl der Langzeitarbeitslosen wegen gekürzter Eingliederungsmittel – Regionaler Arbeitsmarkt weiterhin sehr aufnahmefähig

(Pressemitteilung Nr. 030/2011 vom 01.02.2011)
Marburg-Biedenkopf – Die Zahl der Arbeitslosen ist zu Jahresbeginn im Vergleich zum Vormonat erwartungsgemäß angestiegen. Wie in den vergangenen Jahren fällt der Anstieg von Dezember zu Januar relativ deutlich aus (um 204 Personen bzw. 4,7 Prozent). Insgesamt sind in diesem Monat 4.554 Personen im Landkreis Marburg-Biedenkopf nach dem SGB II arbeitslos. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht dies einem leichten Anstieg um 21 Arbeitslose oder 0,5 Prozent. Die aktuelle Arbeitslosenquote (ermittelt auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen) liegt mit 3,6 Prozent leicht über dem Vormonat (3,5 Prozent). Das ist die Bilanz des KreisJobCenters (KJC) für den Monat Januar.

„Der Anstieg der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit ist insbesondere mit der sinkenden Zahl der Menschen in arbeitsmarktpolitischen Qualifizierungsmaßnahmen zu begründen. Diese gelten statistisch als nicht arbeitslos. Die Zahl der Qualifizierungsmaßnahmen sinkt, da die Bundesregierung die Eingliederungsmittel gekürzt hat“, erläuterte der Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernent Dr. Karsten McGovern am Dienstag in Marburg.

Die Arbeitslosenzahl teilt sich auf die drei Regionalcenter bezogen wie folgt auf: Marburg (Mitte) 2.478 (Vormonat 2.411, Stadtallendorf (Ost) 1.190 (Vormonat 1.078) und Biedenkopf (West) 886 (Vormonat 861).
Die Entwicklung der Bedarfsgemeinschaften und erwerbsfähigen Hilfeberechtigten ist weiterhin rückläufig. 7.126 Bedarfsgemeinschaften (minus 8,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat) und 9.644 Hilfeberechtigte (minus 10,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat) sind im Kreisgebiet zu verzeichnen.

Erfreulicherweise zeigt der regionale Arbeitsmarkt für Langzeitarbeitslose trotz des kalten Winters weiterhin eine hohe Aufnahmefähigkeit. Immer mehr Menschen mit geringer Jobperspektive wird somit eine Chance auf dem Arbeitsmarkt eröffnet. So konnten insgesamt 346 Menschen in den 1. Arbeitsmarkt integriert werden. Hinzu kommen noch 16 Ausbildungsaufnahmen. Im Vorjahresmonat waren es lediglich 238 Integrationen. „Es bleibt allerdings abzuwarten, wie sich die weitere konjunkturelle Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, insbesondere im Bereich der Langzeitarbeitslosen, auswirken wird“, so Dr. McGovern.

Der Anteil der Integrationen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung liegt in diesem Monat bei 62 Prozent. Neben den in Arbeit und Ausbildung integrierten Personen ist es im Januar gelungen 401 erwerbsfähige Hilfeberechtigte in eine Arbeitsgelegenheit oder Qualifizierungsmaßnahme zu aktivieren. Insgesamt befanden sich zum Stichtag 1.870 Menschen in aktivierenden Maßnahmen.
 

 
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