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Landräte fordern von Bundesverkehrsminister gemeinsam und länderübergreifend eine Planänderung bei der Bundesstraße 252 – Brief nach Berlin: Marburg-Biedenkopf, Waldeck-Frankenberg und Hochsauerlandkreis möchten lärmgeplagte Anwohner entlasten

(Pressemitteilung Nr. 019/2011 vom 20.01.2012)
Marburg-Biedenkopf – In einem gemeinsamen Brief an Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer haben sich die Landräte Robert Fischbach (Marburg-Biedenkopf), Dr. Reinhard Kubat (Waldeck-Frankenberg) und Dr. Karl Schneider (Hochsauerlandkreis) für eine vordringliche Berücksichtigung der Ortsumgehungen entlang der Bundesstraße 252 im Investitionsrahmenplan des Bundes eingesetzt. „In diesem Plan für die Jahre 2011 bis 2015 taucht der Bau der seit rund 40 Jahren geplanten Ortsumgehungen in den Bereichen Münchhausen, Wetter und Lahntal lediglich in der nachgeordneten Rubrik unter ,weitere wichtige Vorhaben’ auf. Das schließt einen Baubeginn vor 2015 aus“, erklärte Landrat Robert Fischbach.

Diese Tatsache stoße auf völliges Unverständnis und sei den Bürgerinnen und Bürgern entlang der Strecke nicht mehr zu vermitteln. „Es ist doch paradox, diese Maßnahme im Planentwurf in eine niedrigere Kategorie einzuordnen obwohl mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit in wenigen Wochen Baurecht hergestellt sein wird“, beklagt sich Landrat Fischbach. Er fordert deshalb – gemeinsam mit seinen Amtskollegen aus dem Kreis Waldeck-Frankenberg und dem Hochsauerlandkreis – den Bundesverkehrsminister auf, die Umgehungen Münchhauen, Wetter und Lahntal in den vordringlichen Teil des Investitionsrahmenplans aufzunehmen. „Das wäre auch ein wichtiges positives Signal an die Menschen, die unter dem Verkehrslärm entlang der B 252 leiden“, betont Robert Fischbach.
Die Bundesstraße 252 ist eine der wichtigsten Verkehrsadern für die Landkreise Marburg-Biedenkopf und Waldeck-Frankenberg in Hessen sowie den Hochsauerlandkreis in Nordrhein-Westfalen. Sie verbindet auf einer Strecke von rund 100 Kilometern den Schnellstraßenanschluss bei Marburg (Lahn) mit der Anschlussstelle Diemelstadt an der A 44 Kassel – Dortmund. Für die beiden hessischen Landkreise stellt sie die wichtigste Anbindung an die Ballungszentren Rhein-Main im Süden sowie Rhein-Ruhr im Nordwesten dar. Auch für die Wirtschaftsregion Südwestfalen ist die B 252 von vitaler Bedeutung. Die B 252 bildet gemeinsam mit der B 480/B 236 die wichtigste Verkehrsachse zur Erschließung der Region sowie die Anbindung an das deutsche und europäische Fernstraßennetz.

Der Anteil des produzierenden Gewerbes in der Region liegt bei über 40 Prozent. Das bedeutet, dass hier ein hoher Austausch von Rohmaterial und Endprodukten stattfindet, der über leistungsfähige Verkehrswege abgewickelt werden muss. Entlang der B 252 befinden sich einige große Industriebetriebe mit einem enormen Logistikaufkommen, das ebenfalls zum überwiegenden Teil über die Straße bedient wird. Auch die zahlreichen kleinen und mittelständischen Unternehmen im Hochsauerlandkreis, die zum Teil zu den Weltmarktführern gehören, nutzen schon seit Jahrzehnten diese Verkehrsverbindung.

„Für die Kreise Marburg-Biedenkopf, Waldeck-Frankenberg und den Hochsauerlandkreis und deren Städte und Gemeinden als Wirtschafts- und Tourismusregion ist es für die weitere positive Entwicklung unabdingbar, dass die für die Region unverzichtbaren Straßenprojekte bei entsprechender Baureife auch einer schnell verwirklicht werden“, sagte Landrat Robert Fischbach. Ohne diese wichtigen Investitionen werde sich die derzeitige Leistungsfähigkeit dieser Region nicht halten lassen.
 

 
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