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Präventionsangebote in der Gesundheitsregion bieten viele Möglichkeiten - Sehr gute Vernetzung ist ein großes Plus

(Pressemitteilung Nr. 017/2011 vom 17.01.2011)
Marburg-Biedenkopf – "Das Projekt Gesundheitsregion Marburg-Biedenkopf lebt von der Mitwirkung der Akteure in den Arbeitsgruppen und dem Lenkungsausschuss der Gesundheitsregion. Für dieses Engagement möchte ich mich herzlich bei allen Mitwirkenden bedanken. Es mag für den ein oder anderen sogar überraschend sein, wie gut die Vernetzung inzwischen funktioniert und wie viele Impulse von der Gesundheitsregion ausgehen", sagte Landrat Robert Fischbach bei einem Pressegespräch im Landratsamt. Dabei zeigte er die Vielfalt der präventiven Angebote im Rahmen der Gesundheitsregion auf. "Prävention ist in all ihren Ausprägungen und Angeboten ein ganz wichtiger Punkt, um sowohl die Gesundheit der Bevölkerung zu sichern und zu verbessern, als auch die Gesundheit der Beschäftigten im Landkreis im Fokus zu haben und damit die Wirtschaft zu unterstützen", so Landrat Fischbach. Ein Aspekt sei beispielsweise, dass das große Engagement in vielen Bereichen der Prävention auch vom Land wahrgenommen werde. Das verdeutlichte der Vorsitzende des Sportkreises Marburg, Dr. Franz Nitsch, der sich als Akteur auch in der Arbeitsgruppe Prävention der Gesundheitsregion engagiert.

Dr. Nitsch verwies darauf, dass der Kreis vom Land als Modellregion als eine von drei Modellregionen im Rahmen des Projekts "Hessen in Form" ausgesucht worden sei: "Wir sind vom Land ausgewählt worden, weil wir eine Vernetzungsstruktur aufweisen können, die bislang wahrscheinlich hessenweit einmalig ist." Das Modellprojekt heißt Hessen IN FORM - Hessischer Aktionsplan für mehr Bewegung, gesunde Ernährung und Entspannung. Eine Aktion der Gesundheitsregion Marburg-Biedenkopf, dem Sportkreis Marburg und dem Hessischen Ministerium des Innern und für Sport (Federführung), dem Hessischen Sozialministerium, dem Hessisches Kultusministerium sowie dem Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Hessen IN FORM will dem bereits bestehenden Engagement in den Bereichen Gesundheits-, Bewegungs- und Ernährungsförderung ein gemeinsames Dach bieten, Aktivitäten initiieren und fördern. Zielgruppen sind insbesondere bildungsferne Kreise, Menschen mit Migrationshintergrund und sozial Benachteiligte. Aber das sei nur ein Aspekt der Prävention im Rahmen der Gesundheitsregion, so Fischbach. Er führte an, dass es eine echte Stärke der Gesundheitsregion sei, präventive Maßnahmen vernetzt auf den Weg bringen zu können. Folgende weitere Beispiele benannte er dafür:

"Wegweiser für Gesundheit und Bewegung“ und "Rezept für Bewegung“. Mit Unterstützung der Ärzteschaft, des Sports, des Staatlichen Schulamtes für den Landkreis Marburg-Biedenkopf, der Gesundheitsregion sowie weiterer Partner ist es gelungen, ein „Netzwerk für Sport und Gesundheit“ auf den Weg zu bringen. Dazu gehört unter anderem die Einführung des „Rezeptes für Bewegung“, das – vom Arzt verschrieben – zur Wahrnehmung von gesundheitsorientierten, präventiven Bewegungsangeboten motivieren soll. Diese vielfältigen Angebote für Jung und Alt sind in dem „Wegweiser für Gesundheit und Bewegung“ aufgelistet. Die zweite Auflage wird in Kürze ausgeliefert.

Rauchfreier Jugendsport. die Hessische Krebsgesellschaft e.V., der Hessische Fußballverband, der Sportkreis Marburg und die Gesundheitsregion Marburg-Biedenkopf, möchten möglichst viele Sportvereine gewinnen und gleichzeitig dabei unterstützen, ihr Gelände bei Kinder- und Jugendspielen rauchfrei zu halten. Ziel ist es, allen Besuchern, ob Eltern, Großeltern oder Angehörigen, vor allem aber auch den Trainern (und den Schiedsrichtern) ihre Vorbildfunktion bewusst zu machen. Raucher sollen davon überzeugt werden, den Kindern und Jugendlichen zuliebe während den Sportveranstaltungen und des Trainings auf ihre Zigaretten zu verzichten. Hierfür hat Landrat Robert Fischbach die Schirmherrschaft übernommen. Der Kreistag hatte dazu im Sommer 2008 einen Beschluss zur Mitwirkung des Kreises beschlossen.

Bewegungs-Starthelfer. Ein gemeinsames Projekt der Gesundheitsregion Marburg-Biedenkopf, des Landessportbundes Hessen und dem Sportkreis Marburg. Der Landkreis Marburg Biedenkopf dient als zweite Modellregion in Hessen für das in Kürze startende Projekt, die Vorbereitungen für den Startschuss in der Öffentlichkeit sind in vollem Gange. Das Pilotprojekt „Bewegungs-Starthelfer“ richtet sich an die wachsende Bevölkerungsgruppe der Menschen, die jetzt 50 Jahre und älter sind. Als ein Teilprojekt des Projektes „Bewegungsnetzwerk 50plus“ des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) wird das Projekt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Ziel ist es, Menschen über 50 Jahre, die dem Sporttreiben bisher nicht sehr nahe standen oder einen „Wiedereinstieg“ ins sportliche Tun suchen, mit Hilfe von eigens dafür qualifizierten „Bewegungs-Starthelfern“ an Bewegungsangebote heranzuführen.

Arbeitsgruppe Prävention. Im Rahmen der Gesundheitsregion wurde speziell zum Thema Prävention eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich derzeit mit der Erfassung der Präventionsangebote im Landkreis und der Frage wie diese für Bürgerinnen und Bürger transparenter und damit besser nutzbar gemacht werden können, befasst.

Betriebliches Gesundheitsmanagement. Dieser Bereich wird insbesondere für viele Betriebe immer wichtiger, weil die Gesundheit der Beschäftigten einen direkten Einfluss auf die Arbeitsleistung eines Betriebes oder einer Institution hat. Das KreisJobCenter mit dem angegliederten Projekt Comeback@50 bereitet zusammen mit der Gesundheitsregion einen Workshop für interessierte Unternehmen zum Thema betriebliches Gesundheitsmanagement vor.
Der Landkreis arbeitet darüber hinaus derzeit an einem Konzept, das das betriebliche Gesundheitsmanagement in kleinen und mittelständigen Unternehmen fördert. Zu diesem Ansatz werden Mitte des Jahres weitere Informationen erfolgen können.

Landrat Fischbach betonte, dass durch die Gesundheitsregion bürgerschaftliches, wirtschaftliches und politisches Engagement in diesem großen Aktionsfeld auf eine breite Basis gestellt werden könne. Er zeigte auf, dass die bereits jetzt vorhandene Vielfalt der Initiativen im Bereich der Prävention in der Gesundheitsregion deutlich mache, wie wichtig die Vernetzung sei.

Dr. Nitsch erläuterte das zum Beispiel daran, dass er auf das Kennenlernen verschiedenster Akteure hinwies: "Durch die Gesundheitsregion verbindet sich für uns als Sportkreis die sportliche mit der politischen Ebene und gleichzeitig lernen wir neue Akteure wie etwa die Vertreter der Ärzteorganisationen 'PRIMA' und 'Ärzte der Region' kennen, mit denen wir dann neue gemeinsame Projekte anstoßen können. Die Gesundheitsregion macht uns in einer Form aktionsfähig, von der andere nur träumen können."

Kontaktadresse Gesundheitsregion Marburg-Biedenkopf: Kreisausschuss Marburg-Biedenkopf, Ruth Glörfeld, Im Lichtenholz 60, 35043 Marburg, Tel.: 06421/405-1212, E-Mail: GloerfeldR@marburg-biedenkopf.de , Internet: www.gewinn-gesundheit.de
 

  In der Kreisverwaltung stellten (v.l.) Landrat Robert Fischbach, Ruth Glörfeld und Dr. Franz Nitsch die vielfältigen Präventionsangebote in der Gesundheitsregion Marburg-Biedenkopf vor. Foto: Landkreis
In der Kreisverwaltung stellten (v.l.) Landrat Robert Fischbach, Ruth Glörfeld und Dr. Franz Nitsch die vielfältigen Präventionsangebote in der Gesundheitsregion Marburg-Bierdenkopf vor.
(Foto: Landkreis)

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