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Landkreis Marburg-Biedenkopf stellt Ideensuche für Mikroprojekte im Programm „STÄRKEN vor Ort“ auf breite Basis - Erster Kreisbeigeordneter Dr. McGovern: „Wir können das Programm zur Stärkung von Jugendlichen und Frauen in Stadtallendorf 2011 fortsetzen“

(Pressemitteilung Nr. 012/2011 vom 14.01.2011)
Marburg-Biedenkopf – Neue Ideen zur Qualifizierung und Eingliederung von Jugendlichen und Frauen mit und ohne Migrationshintergrund in das Berufsleben sucht der Landkreis für das Programm „STÄRKEN vor Ort“. Dieses Programm soll bereits vorhandene Angebote vernetzen und den sozialen Zusammenhalt in Stadtallendorf stärken. Bildungs- und Qualifizierungsträger, soziale Einrichtungen, Vereine und auch Privatpersonen können sich mit Ideen für Mikroprojekte an die beim Landkreis eingerichtete Lokale Koordinierungsstelle wenden.

„Wir freuen uns, mit diesem Programm Ideen und Projekte zur Eingliederung benachteiligter Gruppen umsetzen zu können, die sonst kaum eine Chance auf Realisierung hätten“, teilte der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern nach Erhalt des Zuwendungsbescheides des Bundes mit. Bereits im dritten Jahr kann dieses Programm in Stadtallendorf nach erfolgreicher Bewerbung im November 2010 umgesetzt werden. Das Programm „LOS – Lokales Kapital für soziale Zwecke“, das von 2004 bis 2008 ebenfalls in Stadtallendorf lief, könne damit ergänzt und fortgesetzt werden. Mit „LOS“ konnten bisher über 50 Mikroprojekte verwirklicht werden: Zum Beispiel von Integral eine Kochwerkstatt für ältere Schülerinnen und Schüler mit überwiegend männlichen Jugendlichen mit Migrationshintergrund, um die hauswirtschaftlichen Berufe vorzustellen oder vom Beratungsverbund LOK konnten Frauen bei der Wiedereingliederung in das Berufsleben beraten und beim Sprachenlernen unterstützt werden.

Bundesweit wird das Programm „STÄRKEN vor Ort“ an 280 Standorten umgesetzt. Dieses Programm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt die soziale, schulische und berufliche Integration von benachteiligten jungen Menschen mit Problemen beim Einstieg und Wiedereinstieg in das Erwerbsleben. Im Rahmen eines lokalen Aktionsplans und mit Hilfe von niedrigschwelligen und wohnortnahen Mikroprojekten sollen junge Menschen aufgesucht, sozial stabilisiert und motiviert werden. Insbesondere auch Frauen mit Problemen beim Einstieg oder Wiedereinstieg in das Erwerbsleben sollen sozial und beruflich besser integriert werden. „Die gesellschaftliche Beteiligung und die Einbindung und Vernetzung der lokalen Akteure spielen eine zentrale Rolle bei der Programmumsetzung“, sagte der Erste Kreisbeigeordnete. Das Programm wird gefördert aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union.

Die Schwerpunkte des Programms in Stadtallendorf sind im „Lokalen Aktionsplan“ des Landkreises festgelegt, der Basis für den Antrag im Bundesprogramm war. Dieser Aktionsplan wurde von der Lokalen Koordinierungsstelle in Abstimmung mit dem Projekt Soziale Stadt Stadtallendorf und dem Magistrat und mit dem Begleitausschuss des Programms entworfen. Dem Begleitausschuss gehören neben Vertretern verschiedener Fachbereiche von Kreis- und Stadtverwaltung auch Vertreterinnen und Vertreter mehrerer Bildungs- und Sozialeinrichtungen in Stadtallendorf und der Bewohnerinnen und Bewohner an, die damit auch die Möglichkeit haben, ihre Ideen und Ziele einzubringen. So wurden Ziele für diesen Aktionsplan festgelegt, die sich konkret auf die Situation in Stadtallendorf beziehen, wie zum Beispiel die Zusammenarbeit und Vernetzung mit Migranten- und Behindertengruppen auszubauen.

Zuständige Ansprechpartner in der Lokalen Koordinierungsstelle und zur Einreichung der Projektideen sind Stephan Landmann (06421/405-1313, E-Mail: LandmannS@Marburg-Biedenkopf.de ) und Claus Schäfer (06428/447-2210, E-Mail: SchaeferCla@Marburg-Biedenkopf.de ). Dort und im Internet (www.staerken-vor-ort.de) gibt es auch weitere Informationen zu den Rahmenbedingungen und zum Programm „STÄRKEN vor Ort“.
 

  Neue Projekte sollen die Integration in das Berufsleben fördern. Das Foto zeigt eine Gruppenarbeit im Mikroprojekt "Frauen machen Schule" des Vereins Bildungspolitische Initiative e.V. (bipoli) im vergangenen Jahr. (Foto: Landkreis)
Neue Projekte sollen die Integration in das Berufsleben fördern. Das Foto zeigt eine Gruppenarbeit im Mikroprojekt "Frauen machen Schule" des Vereins Bildungspolitische Initiative e.V. (bipoli) im vergangenen Jahr.
(Foto: Landkreis)

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