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Verblüffend einfache Lösung sorgt für zufriedene Kunden: Rollstuhl und Sitzbank im Supermarkt – Wirtschaftsförderung des Landkreises Marburg-Biedenkopf nimmt Rolle als Vermittler und Problemlöser ernst

(Pressemitteilung 008/2015 vom 09.01.2015)

Marburg-Biedenkopf – Manchmal sind es verblüffend einfache Wege, die dabei helfen, ein Problem zu lösen. Etwa ein Rollstuhl oder zusätzliche Sitzgelegenheiten in einem Supermarkt. Eine Kundin des Herkules-Supermarktes in Marburg-Cappel war es, die einen Impulsvortrag der Stabsstelle Wirtschaftsförderung des Landkreises Marburg-Biedenkopf besuchte und dem Rat folgte, sich zu melden, wenn sie ein Problem oder Verbesserungspotenzial sieht.

Die Kundin war wegen einer körperlichen Einschränkung in ihrer Mobilität beeinträchtigt. Dadurch wurde selbst der Gang zum Supermarkt anstrengend und eine Sitzgelegenheit, vielleicht sogar mobil, für eine kurze Pause während des Einkaufes wäre sehr willkommen gewesen. Auch ältere Menschen, die nicht mehr ganz so gut auf den Beinen sind, sind für eine Möglichkeit dankbar, sich während eines Einkaufes kurz setzen und ausruhen oder einen Rollstuhl als Hilfsmittel nutzen zu können.

Dieses Problem schilderte die Kundin den Wirtschaftsförderern des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Die machten sich daran, eine Lösung zu finden. Sie nahmen mit einem heimischen Unternehmen Kontakt auf. Die Frage: Gibt es eine technische Möglichkeit, Sitzgelegenheit und Einkaufswagen miteinander zu verbinden? Das Unternehmen entwarf einen Prototypen – doch schnell wurde klar, dass diese Konstruktion Fragen der Haftung im Falle eines Unfalles aufwerfen würde. Ein langwieriges und kostenintensives Prüfverfahren wäre nötig gewesen.

Das Gespräch mit der Geschäftsführung des Supermarktes brachte dann als Alternative eine bestechend einfache Lösung hervor: Ein Rollstuhl, den Kunden bei Bedarf und wenn nötig auch mit Unterstützung des Marktpersonals nutzen können und eine zusätzliche Sitzbank, die dauerhaft an einem festen Platz aufgestellt ist, könnten das Problem lösen. Hier können sich Kundinnen und Kunden, die nicht mehr ganz so mobil sind, während ihres Einkaufes kurz setzen und ausruhen. Eine weitere Unterstützung, die auch älteren Kunden hilft, die nicht mehr so gut sehen können, sind größere Preisschilder. Durch die größere Schrift lassen sich die Preise besser erkennen.

„Dieses Beispiel ist nur auf den ersten Blick trivial“, betonte der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow, der auch Dezernent für Wirtschaftsförderung ist. Bei genauerem Hinsehen mache es deutlich, wie wichtig es sei, dass Kunden auf Probleme hinweisen und Verbesserungsvorschläge machen. „Dies führt vielfach, wie bei diesem Beispiel, zu einer Verbesserung“, so Marian Zachow. Denn wer könne Verbesserungspotenzial aus der Sicht der Kunden besser beurteilen als die Kunden selbst. Das Beispiel zeige aber auch eine der Kernkompetenzen der Stabsstelle Wirtschaftsförderung beim Kreis: Die Vernetzung regionaler Unternehmen und die Unterstützung bei der Lösung von Problemen.

„Wir haben Kontakte zu sehr vielen Unternehmen in der Region mit ganz unterschiedlichen Kompetenzen“, erläuterte Dr. Frank Hüttemann, Leiter der Stabsstelle Wirtschaftsförderung. Eines der Ziele der Wirtschaftsförderung sei es, diese Kompetenzen zu bündeln und bei Bedarf miteinander zu vernetzen.

„Allen Unternehmen im Kreis ist gemeinsam, dass sie zufriedene Kunden möchten. Dazu möchte der Landkreis Marburg-Biedenkopf beitragen“, sagte Marian Zachow. Das Beispiel des Supermarktes könne zudem andere zur Nachahmung anregen – denn mit verhältnismäßig geringem Aufwand könne ein großer Beitrag zur Kundenzufriedenheit geleistet werden.

Geschäftsführer Eric Mühlenbächer (v. li.), Ideengeberin Christa Lucia Dehmel, der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow und Dr. Frank Hüttemann präsentieren die einfache aber sehr wirkungsvolle Lösung: Eine dauerhaft aufgestellte Sitzbank und ein Rollstuhl, den Kundinnen und Kunden des Supermakrtes bei Bedarf nutzen können. (Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

Geschäftsführer Eric Mühlenbächer (v. li.), Ideengeberin Christa Lucia Dehmel, der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow und Dr. Frank Hüttemann präsentieren die einfache aber sehr wirkungsvolle Lösung: Eine dauerhaft aufgestellte Sitzbank und ein Rollstuhl, den Kundinnen und Kunden des Supermakrtes bei Bedarf nutzen können.

(Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

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