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Umgang mit dem Waschbär: Sanfter Rausschmiss aus dem Schlaraffenland – Infobroschüre "Waschbären – Die Tiere mit der Zorromaske" ist online und in allen Verwaltungsstellen des Kreises frei erhältlich

(Pressemitteilung 005/2015 vom 07.01.2015)

Marburg-Biedenkopf – „Putzig“ denken viele, wenn sie Bilder von Waschbären mit der schwarzweißen Gesichtszeichnung sehen. „Nervig“ denken diejenigen, die nachts von den Kleinbären besucht werden: Morgens liegt der Müll überall rum, der Kot der Tiere ist eine gesundheitliche Gefahr und leise sind die Raubtiere bei der Futtersuche auch nicht unbedingt. Da Nord- und Mittelhessen Verbreitungsschwerpunkte der Waschbären sind, hatten viele Bürgerinnen und Bürger in Marburg-Biedenkopf schon unerwünscht Kontakt mit den Tieren. Wichtige Hinweise hat der Landkreis jetzt in der frei erhältlichen Infobroschüre "Waschbären – Die Tiere mit der Zorromaske" übersichtlich zusammengefasst.

Der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow stellte zusammen mit Walter Jugel von der Unteren Jagdbehörde des Kreises den Flyer am 7. Januar in der Kreisverwaltung vor. Waschbären sind kleine Raubtiere aus der Familie der Kleinbären, die ursprünglich aus Amerika stammen. Heute sind sie in fast ganz Deutschland Bestandteil der heimischen Tierwelt geworden. „Die Jagdstatistik legt nahe, dass sich die Anzahl der Waschbären in Marburg-Biedenkopf in den letzten zehn Jahren vervielfacht hat. Mit der Broschüre wollen wir auf Fehler im Umgang mit den Waschbären aufmerksam machen“, erläuterte Zachow.

In der Broschüre wird zwischen sinnvollem und nicht sinnvollem Umgang mit den Tieren unterschieden. So ist es unter anderem überhaupt nicht sinnvoll, die Waschbären zu füttern. Sinnvoll ist es dagegen zum Beispiel, das Haus gegen Waschbären zu sichern, etwa durch glatte Blechmanschetten um die Regenrinnen, die einen Aufstieg auf das Dach verhindern. Haustiere sollten auch geimpft werden. Die Veröffentlichung weist zudem darauf hin, wie der Infektion gefährdende Kot der Waschbären entsorgt werden soll. Der Kot, der älter als zwei Wochen alt ist, entwickelt durch die Eier des Waschbär-Spülwurms eine Infektionsgefahr. Dieser sollte nur mit einer aufgesetzten Staubmaske in strapazierfähige Müllbeutel entsorgt werden und die Stelle, wo der Kot lag, sollte man gründlich säubern.

Ab sofort können Interessierte die Infobroschüre mit wertvollen Tipps zum Umgang mit Waschbären, deren Inhalte im Wesentlichen auf eine Veröffentlichung der Stadt Kassel basieren, im Internet (www.marburg-biedenkopf.de unter Bürgerservice) sowie in gedruckter Form im Landratsamt in Marburg-Cappel erhalten. In den nächsten Wochen wird die Broschüre auch in den Außenstellen des Landkreises in Stadtallendorf und Biedenkopf sowie in den Stadt- und Gemeindeverwaltungen ausliegen.


In der Kreisverwaltung wurde eine Veröffentlichung des Landlkreises über den Umgang mit Waschbären vorgestellt (v.l.n.r.): Anna Tenholt (Layout, Fachdienst Presse- und Kulturarbeit), Erster Kreisbeigeordneter Marian Zachow sowie Walter Jugel von der Unteren Jagdbehörde (Fachbereich Ordnung und Verkehr), der den Text redaktionell überarbeitete. Foto: Landkreis

In der Kreisverwaltung wurde eine Veröffentlichung des Landlkreises über den Umgang mit Waschbären vorgestellt (v.l.n.r.): Anna Tenholt (Layout, Fachdienst Presse- und Kulturarbeit), Erster Kreisbeigeordneter Marian Zachow sowie Walter Jugel von der Unteren Jagdbehörde (Fachbereich Ordnung und Verkehr), der den Text redaktionell überarbeitete.

Foto: Landkreis

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