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Integration ist für uns ein zweiseitiger Prozess, der von den Zuwanderern und den Einheimischen getragen werden muss. Beide Seiten sind so für das Gelingen verantwortlich. Leitbild der Integration ist "Vielfalt in der Einheit" Das bedeutet, dass einerseits die Unterschiedlichkeit in den Lebensformen, Alltagsbewältigungen und den kulturellen Ausdrucksformen toleriert und anerkannt, andererseits aber eine gemeinsame Basis des Zusammenlebens, die sich in den Grundrechten und der Verfassung finden lässt, und die Beherrschung (bzw. das Erlernen) der deutschen Sprache von allen als verbindlich akzeptiert wird. „Vielfalt in der Einheit“ Das Konzept der „Vielfalt in der Einheit“ wurde als Grundgerüst von dem an der George-Washington-Universität lehrenden US - amerikanischen Sozialwissenschaftler Amitai Etzioni entworfen und von einer internationalen Wissenschaftler-Gruppe diskutiert, überarbeitet und veröffentlicht. Es beschreibt, wie dynamische, demokratische Gesellschaften mit Zuwanderern umgehen sollten. Der Kern: Wechselseitige Verpflichtung, Einheit und Vielfalt anzuerkennen: |
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"Der von uns bevorzugte Ansatz ist Vielfalt in der Einheit. Er geht davon aus, dass alle Mitglieder einer bestehenden Gesellschaft jene Grundwerte und Sitten, die man als das grundlegende gemeinsame Rahmenwerke der Gesellschaft betrachtet, vollständig anerkennen. Gleichwohl bewahrt jede Gruppe der Gesellschaft die Freiheit, ihre besondere Subkultur aufrechtzuerhalten, also jene Grundsätze ("policies"), Lebensgewohnheiten und Sitten, die nicht mit dem wesentlichen Kern der gemeinsamen Werte in Konflikt geraten, ferner ein beträchtliches Maß an Loyalität ihrem Herkunftsland gegenüber, solange sie nicht die Loyalität gegenüber der Gesellschaft, in der sie leben, übersteigt, wenn es zu einem Loyalitätskonflikt kommt. Achtung gegenüber dem Ganzen und Achtung gegenüber allen ist Grundsatz unserer Position.
(Das gesamte Konzept und weitere Informationen unter: www.gwu.edu/~ccps/dwu_positionpaper_german.html) |
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