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Verhandeln statt Prügeln

Stadtallendorfer Gespräche zur Integration von Zuwanderern

Verhandeln statt Prügeln
Wege zur Vermeidung von gewaltsamen Lösungen bei Konflikten unter Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft

Donnerstag, 22. Mai 2003, Stadtallendorf

Ankündigung:

Immer mal wieder hören oder lesen wir von gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft. Vor einigen Wochen drohte ein Konflikt zwischen jugendlichen Aussiedlern und Jugendlichen türkischer Herkunft in eine Massenschlägerei in der Stadtallendorfer Fußgängerzone umzuschlagen. Das beherzte Eingreifen der Stadtjugendpflege und des Streetworkers konnte dies gerade noch verhindern.

In einem offenen Gespräch mit den an der Auseinandersetzung beteiligten Jugendlichen wollen wir zunächst die Situation genau beschreiben, um die Ursachen der Konflikte und der Gewaltbereitschaft untersuchen zu können. Dabei wird auch danach gefragt, welche Rolle die kulturellen oder ethnischen Unterschiede spielen.
Darauf aufbauend wollen wir Wege aufzeigen, wie in „heißen“ Konfliktsituationen vermittelt werden kann und wie Konflikte anders als gewaltsam gelöst werden können. Bei diesen vorbeugenden Maßnahmen spielt das Verhalten der Eltern und anderer Erwachsener eine nicht zu unterschätzende Rolle.


Walter Mengel
ist Diplom-Sozialpädagoge und seit 20 Jahren Stadtjugendpfleger in Stadtallendorf. In seiner Arbeit mit den Jugendlichen, im Jugendzentrum, in Kinder- und Jugendfreizeiten hat er viele Kontakte zu Jugendlichen unterschiedlicher Gruppen und kennt die „Szene“.
Herr Mengel hat zusammen mit seinen  Kolleginnen und Kollegen bereits in vielen Konflikten vermittelt. Er beschreibt Wege der gewaltfreien Lösung von Konflikten und zeigt Möglichkeiten zur Vermeidung von Gewalt durch vorbeugende Maßnahmen auf. Dabei geht er auch auf die Rolle der Eltern und anderer Erwachsener ein.

Jugendliche Aussiedler und türkischstämmige Jugendliche
werden zu den Konflikten und zu ihrem Verhalten Stellung nehmen.