Marburg-Biedenkopf – Die Gemeinde Weimar hat ein ehemaliges Sparkassengebäude im Ortsteil Niederweimar erworben, um dort ein Familienzentrum mit barrierefreien Räumen für soziale und kulturelle Zwecke zu schaffen. Einen Förderbescheid in Höhe von rund 17.500 Euro zur Unterstützung der Umbauarbeiten hat Landrat Jens Womelsdorf an Bürgermeister Markus Herrmann überreicht. Ein Großteil des Geldes stammt aus Mitteln der Europäischen Union im Zuge der Regionalentwicklung.
Ziel ist ein flexibles Raumangebot für kleinere und größere Veranstaltungen, das zur Stärkung des Gemeinwesens, des Ehrenamtes und der gesellschaftlichen Teilhabe beiträgt. Sowohl regelmäßige Angebote als auch Einzelveranstaltungen zu verschiedenen Themen wie Gesundheit oder Kultur werden möglich sein. Die Veranstaltungsangebote können aus der Gemeinde selbst, aber auch von Einrichtungen aus der Region kommen.
„Für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und ein gutes Miteinander sind Begegnungsräume unverzichtbar. Die Gemeinde Weimar zeigt mit ihrem Vorhaben auch, wie bestehende Gebäude sinnvoll neu genutzt werden können. Deshalb freue ich mich über die Förderung, die auch einmal mehr zeigt, was auch Gelder aus der EU vor Ort bewirken können“, betont Landrat Jens Womelsdorf.
Das zentral gelegene Gebäude ist zwar grundsätzlich in gutem Zustand, allerdings waren Renovierungsarbeiten nötig. Darunter Arbeiten am Bodenbelag, der Einbau einer barrierefreien Toilette und die Ausstattung mit Veranstaltungstechnik. Hierfür nutzt die Gemeinde das Fördergeld. Die Gesamtkosten für die Arbeiten belaufen sich auf etwa 34.700 Euro. Die Arbeiten stehen kurz vor dem Abschluss, das Gebäude ist bereits nutzbar.
„Ich freue mich, dass mit den Fördergeldern über die LEADER-Region Marburger Land die Umsetzung des Projektes Familienzentrum unterstützt wird. Die Etablierung eines Familienzentrums liegt der Gemeinde Weimar sehr am Herzen. Das Familienzentraum bietet Raum für Begegnung, Kommunikation, Bewegung, Kreativität und Beratung“, so Bürgermeister Markus Herrmann.
Der Kreis als Fasch- und Förderbehörde
Ein Großteil des Fördergeldes, nämlich 80 Prozent, sind Mittel der Europäischen Union (EU), der Rest sind Gelder des Landes Hessen. Bei der Förderung von Projekten zur Regionalentwicklung mit Bundes-, Landes- und EU-Geldern spielt der Landkreis als Fach- und Förderbehörde eine wichtige Rolle. Der Kreis prüft und bearbeitet die Förderanträge sowie Auszahlungs- und Verwendungsnachweise nach Verwaltungs-, Haushalts- und Subventionsrecht. Auch stellt er die zuwendungsfähigen Ausgaben sowie den Zuschuss fest und erstellt die Bescheide, die der Landrat überreicht.
Darüber hinaus berät und unterstützt der Landkreis in Zusammenarbeit mit dem Regionalmanagement der jeweiligen LEADER-Region, hier die Region Marburger Land, die Antragstellerinnen und Antragsteller in Verfahrensfragen. Also in diesem Fall die Gemeinde Weimar.
Geld im Rahmen der LEADER-Förderung
Die Förderung erhält die Gemeinde im Rahmen der sogenannten LEADER-Förderung. Die Europäische Union unterstützt mit dem LEADER-Ansatz modellhafte Vorhaben im ländlichen Raum. Die Abkürzung LEADER steht für „Liaison Entre Actions de Développement de l'Économie Rurale“ (Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft). Fördergrundlage für LEADER-Projekte ist die „Richtlinie zur Förderung der ländlichen Entwicklung – Regionalentwicklung / LEADER“.