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Pressemitteilung 325/2026

30.09.2026

Die Anzahl der Arbeitslosen sinkt im September um 2,2 Prozent – Monatsbilanz des KreisJobCenters

Marburg-Biedenkopf – Im September ist die Anzahl der arbeitslosen Menschen, die Grundsicherung nach dem SGB II beziehen, gesunken. Das KreisJobCenter (KJC) des Landkreises Marburg-Biedenkopf meldet in seiner aktuellen Statistik 3.744 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die als arbeitslos registriert sind. Das ist ein Rückgang um 85 Personen oder 2,2 Prozent gegenüber dem Vormonat August. 

Im Vergleich mit dem Vorjahresmonat ist ein Rückgang der Arbeitslosen in der Zuständigkeit des KreisJobCenters um 106 Personen oder 2,8 Prozent zu verzeichnen. Die Quote der arbeitslosen Grundsicherungsempfänger an den zivilen Erwerbspersonen liegt im September bei 2,7 Prozent. Im gleichen Vorjahresmonat lag die Quote bei 2,8 Prozent.

„Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung – OECD – sieht nach ihrer letzten Hochrechnung für 2026 in Deutschland ein Wirtschaftswachstum von 1,1 Prozent und damit 0,4 Prozentpunkte mehr als noch im Juni erwartet wurde. Ob dieses Ergebnis den Beginn vom Ende der jahrelangen Stagnation bedeuten kann, bleibt abzuwarten. Mit der US-amerikanischen Zollpolitik, hohen Energiepreisen und anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzungen sind einige der großen Wirtschaftshemmnisse der näheren Vergangenheit immer noch sehr präsent,“ erklärte der Erste Kreisbeigeordnete und zuständige Dezernent Peter Neidel. „Wir freuen uns daher über gute Neuigkeiten. Ähnlichen wie vor einem Jahr haben die Arbeitslosenzahlen im Landkreis Marburg-Biedenkopf im September einen neuen Mehrjahrestiefststand erreicht. Mit 3.744 als arbeitslos registrierten Personen ist die Zahl so niedrig wie seit Dezember 2022 nicht mehr“, betonte der Erste Kreisbeigeordnete.

Aktuell liegt die Zahl der Bedarfsgemeinschaften (BGs) bei 6.686. Damit sank sie im Vergleich zum Vormonat um 98 BGs oder 1,4 Prozent. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten sank auf 8.974 Personen und damit im Vergleich zum Vormonat um 98 Personen bzw. 1,1 Prozent. Gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat ist ein Rückgang um 123 Personen oder 1,4 Prozent zu verzeichnen.

Bei den Angaben zu den Bedarfsgemeinschaften und erwerbsfähigen Leistungsberechtigten handelt es sich um einen zum Stichtag 14. September 2026 ermittelten vorläufigen Bestand und nicht um eine offizielle Statistik. Der endgültige Bestand für den Berichtsmonat September wird von der Bundesagentur für Arbeit nach einer Wartezeit von drei Monaten festgeschrieben.

Glossar

Arbeitslose (ALO):

Als arbeitslos werden erwerbsfähige Personen erfasst, die beim Jobcenter oder der Agentur für Arbeit Leistungen beziehen und eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung mit mindestens 15 Stunden in der Woche suchen. Diese Personen haben vorübergehend keine Arbeitsstelle oder arbeiten weniger als 15 Stunden in der Woche. Sie wohnen in Deutschland und sind nicht jünger als 15 Jahre alt, haben aber das Renteneintrittsalter auch noch nicht erreicht.

Bedarfsgemeinschaft (BG):

Personen, die zusammenwohnen und einen gemeinsamen Haushalt führen, werden als Bedarfsgemeinschaft bezeichnet. Dies trifft in der Regel bei Paaren oder Eltern und deren eigenen unverheirateten Kindern unter 25 Jahren zu. Von jedem Mitglied der Bedarfsgemeinschaft, mit Ausnahme der Kinder, wird erwartet, dass es sein Einkommen und Vermögen zur Deckung des Gesamtbedarfs aller Angehörigen der Bedarfsgemeinschaft einsetzt. Eine Bedarfsgemeinschaft hat mindestens eine Person, die Leistungen vom Jobcenter oder der Agentur für Arbeit bezieht. Eine reine Wohngemeinschaft (WG) zählt nicht zu den Bedarfsgemeinschaften.

Erwerbsfähige Leistungsberechtigte (eLb):

Diese Personen sind hilfebedürftig, können also ihre Kosten für Wohnen und Leben nicht selbst decken, und haben einen Anspruch auf Bürgergeld. Sie leben in der Bundesrepublik Deutschland, sind mindestens 15 Jahre alt, haben aber das Renteneintrittsalter noch nicht erreicht, und sind erwerbsfähig, können also mindestens drei Stunden täglich arbeiten.

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